Die Niestetaler stehen wegen Verletztenmisere und Quarantäne tief im Keller der Verbandsliga

TSG Sandershausen hat es ganz schlimm erwischt

Zweikampf zwischen Sandershausens Zakariae El Jamouhi (links) hier im Derby gegen den 03er Tim Bode.
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Voller Einsatz: Sandershausens Zakariae El Jamouhi (links) hier im Derby gegen den 03er Tim Bode.

Um es gleich vorwegzunehmen: Kein heimisches Team oberhalb der Kreisebene hat es schlimmer erwischt als Fußball-Verbandsligist TSG Sandershausen. Bevor die Liga in die vorgezogene Winterpause ging, absolvierten die Niestetaler neun Partien und rangieren mit sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Das Startprogramm mit vier Neulingen als Gegnern sah durchaus so aus, als sollten sich die Sandershäuser in ihrem dritten Verbandsligajahr zumindest im sicheren Tabellenmittelfeld positionieren können. Doch es kam anders. Gleich zu Beginn offenbarte sich eine lange Verletztenliste, die aufzeigte, dass der Kader einfach zu klein und unerfahren ist. „Wir hatten auf einen guten Start gehofft. Umso deprimierender ist, dass unter dem Strich vier Niederlagen – eine davon kampflos bei der SG Bad Soden – standen“, blickt der Trainer zurück. Woran lag es? Zum einen am kleinen unerfahrenen Kader, zum anderen an der langen Verletztenliste. Zu allem Überfluss traf die TSG die Pandemie dann auch noch direkt, und das gesamte Team – einschließlich Betreuer – musste in häusliche Quarantäne. Als es weitergehen sollte, kam nun der Stopp des Spielbetriebs mit der vorgezogenen Winterpause.

Und wie war die TSG sportlich dabei? Nach dem verpatzten Start lieferte das Team bei der 0:1-Niederlage im Derby gegen den CSC 03 eine starke Leistung ab. Nur ein paar Tage später glückte der erste Punktgewinn beim 1:1 gegen Weidenhausen, ein Hoffnungsschimmer. Am siebten Spieltag folgte der erste Sieg beim 3:2 in Ehrenberg, als man einen 0:2-Pausenrückstand wettmachte. Nach einer Niederlage am achten Spieltag gegen Sand folgte für die Niestetaler am letzten Spieltag ein 2:1-Erfolg gegen Dörnberg. Und danach ging es in die Quarantäne. „Ich bin davon überzeugt, wäre es weitergegangen, würden wir ein paar Plätze besser dastehen“, ist der Coach von der Moral seiner jungen Mannschaft angetan.

Falls es im neuen Jahr weitergeht, können sie in Sandershausen nur darauf hoffen, dass sich zumindest ein Teil der Langzeitverletzten wieder spielfähig meldet, um am Ende gemeinsam den Klassenerhalt zu feiern.

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