Kreisoberliga-Rückblick: Drei Überflieger und sieben Trainerwechsel

Türkgücü beeindruckt

Sie stehen für den Aufschwung ihrer Teams: Patrick Helm (Fortuna Kassel, links) ist hier im Zweikampf mit Türkgücüs Spielgestalter Yunus Ulas. Am Ende der Partie behielt Meister Türkgücü im Nordstadt-Derby am Schwarzen Stein mit 2:1 die Oberhand. Foto: Fischer/nh

Kassel. Bis zur Winterpause sah es in der Fußball-Kreisoberliga nach einem Vierkampf zwischen Lohfelden II, Türkgücü, BC Sport und dem VfL Kassel um die Meisterschaft aus. Aber am Ende ließen sich der SV Türkgücü als Erster und Vizemeister BC Sport nicht von ihrem Weg abbringen, die Aufstiegsplätze unter sich auszumachen. VfB Viktoria Bettenhausen musste als Letzter mit nur vier Siegen in die Kreisliga A absteigen, als Vorletzter ereilte Aufsteiger Eintracht Baunatal II dasselbe Schicksal. Letztlich ging auch die SG Ahnatal in der Relegation runter. Die Überflieger

Zum einen ist das Meister Türkgücü – ein Team, das Ende letzter Saison am Boden lag und nun mit einer eindrucksvollen Bilanz den direkten Wiederaufstieg schaffte. Zum anderen ist der BC Sport ein Überflieger, der sich bis Ende der Vorrunde ein wenig durchwurstelte, aber nach personeller Umstrukturierung und einem Trainerwechsel eine konstante Rückrunde spielte und Zweiter wurde. Der Dritte im Bunde war Fortuna Kassel. Das Team vom Schwarzen Stein stand im Dezember abgeschlagen auf dem 16. Platz, legte nach dem Trainerwechsel den Schalter allerdings um und schaffte noch Rang zehn. Die Abgestürzten

Als Wintermeister startete Lohfelden II ins neue Jahr und als Zielsetzung wurde der Aufstieg ausgegeben. Am Ende stand Rang sechs. Grund dafür waren permanente personelle Probleme. Zur Folge hat dies nun: Der FSC meldet für die kommende Saison keine Mannschaft für den Spielbetrieb in der Kreisoberliga. VfB Viktoria Bettenhausen gelang am neunten Spieltag der letzte Sieg, danach standen nur noch drei Remis in der Erfolgsbilanz. Die SG Ahnatal stand während der gesamten Saison nie auf einem direkten Abstiegsplatz, musste aber am Ende wie ein Jahr zuvor in die Relegation.

Die Trainerwechsel

• Wellerode: Bei den Söhrewaldern trat Aufstiegstrainer Holger Menne berufsbedingt zurück, für ihn übernahm Mitte September Stefan Peter, der mit seiner Mannschaft in der Kreisoberliga Werra-Meißner am Ende Rang elf belegte. • Fortuna: Zur Winterpause übernahm Niklas Hanske den damaligen Tabellenletzten und führte das aussichtslos zurückliegende Team noch auf Rang zehn. Hanske hatte von Interimscoach Herbert Wenzel übernommen, der war Nachfolger von Marc Segner. • BC Sport: Ebenfalls im Winter löste Alexandru Cucu Marco Seifert ab, mit ihm landete der Klub auf Rang zwei. In den Aufstiegsspielen konnte das Team vom Kreisel die guten Leistungen der Rückrunde allerdings nicht bestätigen. • Rothwesten II: Taylan Bilecen übernahm zur Rückrunde die Verbandsliga-Reserve von Jörg Odensass und führte sie am Ende zum Klassenerhalt. • VfB Viktoria: Vater und Sohn Robert und Sascha Dezutter wurden Nachfolger von Thorsten Wenzel. Ihnen gelang es nicht, das Ruder herumzureißen. In 13 Partien wurden nur zwei Punkte geholt, womit der Abstieg besiegelt war. • Lohfelden II: Für den erkrankten Thomas Hühner übernahm Thorsten Wenzel – aber es nützte nichts. Der Wintermeister stürzte nach personellen Problemen ab und landete auf Platz sechs. • Ahnatal: Im April folgte Thomas Hanke dem glücklosen Marc Krug. Am Ende gelang es auch ihm nicht, das Team in der Liga zu halten. Die SG unterlag im entscheidenden Relegationsspiel CSC 03 Kassel II. Der Ausblick

Auch 2017/18 spielt die Liga mit 16 Teams. Neu dabei sind: Rengershausen als Absteiger und Wellerode als Rückkehrer aus dem Werra-Meißner-Kreis.

Von Horst Schmidt

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