VERBANDSLIGA Sandershausen zieht bei 1:3 im Nordstadtstadion  den Kürzeren

Türkgücü setzt sich im Derby durch

Verbissen: Türkgücüs Naci Kara und Andrej Cheberenchuk von der TSG Sandershausen liefern sich im Verbandsligaderby ein packendes Kopfballduell. Kara unterliegt dabei, hatte schließlich aber mit seiner Elf am Ende die Nase vorn.
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Verbissen: Türkgücüs Naci Kara und Andrej Cheberenchuk von der TSG Sandershausen liefern sich im Verbandsligaderby ein packendes Kopfballduell. Kara unterliegt dabei, hatte schließlich aber mit seiner Elf am Ende die Nase vorn.

Vor dem Derby stand der SV Türkgücü in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga hinter seinen Gästen von der TSG Sandershausen. Nach dem Derby hatte sich das geändert: Die Elf aus der Kasseler Nordstadt gewann 3:1 (1:0) und liegt nun unmittelbar vor den Niestetalern auf Rang acht.

„Wir haben nicht im Ansatz das gezeigt, was wir zuletzt gezeigt haben. Das zweite und dritte Tor müssen wir uns selbst zuschreiben. Daher ist der Sieg von Türkgücü vielleicht auch verdient“, sagte Sandershausens Trainer Dennis Schanze. Zudem vermisste er bei seinem Team „die letzte Einsatzbereitschaft und den Willen, sich gegenseitig zu helfen. So kann man kaum gewinnen“.

Fußballerische Feinheiten gab es kaum zu sehen. Einige Tore hätten trotzdem schon vor der Pause einige fallen können. Beiden boten sich gute Möglichkeiten, die sie jedoch nicht verwerteten. Was zu den sonstigen mäßigen Leistungen passte. So blieb es Memduh Eryilmaz, der die TSG-Abwehr schon zuvor mehrmals düpiert hatte, vorbehalten, den Bann zu brechen. Von außen drang der Türkgücü-Flügelspieler in den Sechzehner ein, wurde offenbar von den Gästen nicht ernst genommen und zog aus der Drehung ab. Unhaltbar schlug der Ball flach im langen Eck ein (44.).

Gleich nach dem Wechsel war die TSG-Defensive wieder nicht auf der Hut, aber Naci Kara verzog freistehend. Besser wurde die Partie nicht, aber wieder gab es Chancen auf beiden Seiten. Bis zur 63. Minute wurde daraus nichts, dann schlug die Zeit von Enver Maslak. Bis dahin hatte der Türkgücü-Torjäger eher durch eine Gelbe Karte wegen Reklamierens und durch Vorwürfe an seine Mitspieler auf sich aufmerksam gemacht. Zweimal wurde er steil geschickt, zweimal blieb er eiskalt und schoss das 2:0 und 3:0 (63., 75.). Beide Treffer ähnelten sich fast wie ein Ei dem anderen. Der Unterschied: beim ersten Tor blockte er Gegenspieler Bruno Luis. Was die Sandershäuser als Foul werteten, nicht aber Türkgücü. „Ich hätte vielleicht den Körper selbst mehr reinstellen müssen. Aber ich dachte, Enver käme aus dem Abseits“, sagte Luis. So oder so, die faire Begegnung – neben Maslak sah nur Schanze eine Gelbe Karte – war entschieden. Zwar steckte die TSG nicht auf, mehr als der Anschlusstreffer durch Daniel Lauer war nicht drin.

„Wenn Enver durch ist, macht er diese Dinger eben auch“, lobte Ralf Rößler seinen Stürmer. Einverstanden mit der eigenen Darbietung war der Türkgücü-Trainer lange nicht. „Das  war zunächst ein klarer Leistungsabfall zu den letzten Spielen. Erst später haben wir uns läuferisch und kämpferisch gesteigert. Die Punkte sind vor den nächsten schweren Aufgaben wichtig“, sagte er.

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