Handball: Trainer und Spieler gingen – Abteilungsleitung richtet die Sparte nun neu aus

Turbulente Zeiten für SVH Kassel

+
Vergangenheit: Volle Ränge in der Sporthalle Harleshausen wie im April 2009 gegen Groß-Umstadt sind für die Handballer der SVH Kassel in heutigen Zeiten kaum vorstellbar. 

Kassel. Die erste Männer- und Frauenmannschaft in die Bezirksoberliga abgestiegen, der Trainer der Herren ebenso weg wie fast alle Spieler, eine neue Abteilungsleitung und dazu Fragen um den Förderverein – bei den Handballern der SVH Kassel tut sich etwas.

Der Rückblick

Anfangs der Saison 2009/10 schien die Welt in Harleshausen noch in Ordnung. Die von Sponsor Mehmet Göker geförderte Mannschaft spielte in der Regionalliga und wollte nach oben. Wenige Monate später war der Traum mit der Insolvenz des Sponsors ausgeträumt. Seither müht sich der Traditionsverein um Stabilität und Konstanz und schlägt nun wieder eine neue Seite auf.

Das Personal

Im Frühjahr wurde eine neue Abteilungsleitung gewählt. Der bis dahin verantwortliche Thomas Frohmüller hatte nicht mehr kandidiert. Auf ihn folgte Conny Seyfarth, ihr Stellvertreter ist Sven Egenolf. Ihnen zur Seite stehen Sylvia Günther, Jürgen Riedel, Roland Colditz und Frank Hartmann. Iljo Duketis wird Jugendkoordinator.

Die Mannschaften

Am 2. August meldete sich bis auf Gero Gertenbach und Lars Günther die Männermannschaft ab. Auch Trainer Andrii Doktorovych ging. „Die Rahmenbedingungen haben nicht mehr gepasst, Absprachen dazu wurden nicht eingehalten“, sagt der Ex-Coach. Es gehe unter anderem um Trainingszeiten und eingeschränkte Möglichkeiten durch Mehrfachbelegung der Hallen. Doktorovych bedauert die Entwicklung: „Schade, denn wir hätten um den Wiederaufstieg in die Landesliga mitgespielt.“ In der Bezirksoberliga an den Start geht nun die letztjährige Zweite. Trainer ist Sascha Amend. Eine neue Zweite spielt in der Bezirksliga A. Auch die Frauen treten nach Auflösung der Spielgemeinschaft mit Ahnatal in der Bezirksoberliga an. Trainerin bleibt Vanessa Künzli.

Der Förderverein

Seit 27 Jahren arbeitet Achim Botte für den Förderverein. Im April soll Schluss sein. Die letzten Monate hatte sich der Vorsitzende anders vorgestellt. „Die Abteilungsleitung hat eine andere Zielsetzung. Sie will den Förderverein nicht mehr und nimmt Bereiche wie Werbung, Verkauf, Hallenheftchen usw. selbst in die Hand. Außerdem war unsere Prämisse immer der Leistungshandball, die Neuen setzen auf die Jugendförderung“, sagt Botte. Was man durchaus machen könne, wie er weiter betont: „Das ist legitim, aber ich finde, ein Verein braucht auch ein Aushängeschild.“

Wie es mit dem Förderverein weitergeht? „Das ist unklar. Es kann auch sein, dass er sich auflöst.“

Die Abteilungsleiterin

Conny Seyfarth (25), nach eigenen Worten von SVH-Urgesteinen wie Wilfried Dopp zur Kandidatur zur Abteilungsleiterin ermuntert, will sich zu den Aussagen von Doktorovych und Botte nicht äußern, erläutert aber ihre Ziele: „Die Zusammenarbeit im Verein soll wieder gemeinschaftlich funktionieren wie früher. Keiner soll sich bei Entscheidungen übergangen fühlen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.