Bald geht es um die Olympia-Qualifikation

Turn-Ass Glenn Trebing aus Kassel freut sich auf das EM-Debüt

Turner Glenn Trebing aus Kassel startet bei der Europameisterschaft am Barren. Das Bild zeigt ihn 2018 am selben Gerät bei der Junioren-EM in Glasgow.
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Turner Glenn Trebing aus Kassel startet bei der Europameisterschaft am Barren. Das Bild zeigt ihn 2018 am selben Gerät bei der Junioren-EM in Glasgow.

Am kommenden Mittwoch hebt der Flieger mit dem Aufgebot des Deutschen Turner-Bundes für die Europameisterschaft Richtung Basel ab. Mit dabei ist dann auch Glenn Trebing.

Kassel - Der Turner aus Kassel hat sich erstmals qualifiziert. Mit starken Leistungen beim zweiten Qualifikationsturnier in Kienbaum bei Berlin am vergangenen Wochenende hat er sich empfohlen. „Ich habe nicht mit der Nominierung gerechnet, ich freue mich sehr auf das Turnier“, sagt der 21-Jährige.

Noch vor drei Wochen war er nach dem ersten Qualifikationsturnier nicht ganz zufrieden. Diesmal legte er zu: „Es ist deutlich besser gelaufen, wenn auch noch nicht ohne Fehler“, bilanziert Trebing. Dass er von Bundestrainer Valeri Belenki neben Spitzenturner Lukas Dauser, Nick Klessing, Felix Remuta, Andreas Toba und Karim Rida in das deutsche Aufgebot berufen wurde, macht er auch daran fest, dass sich der einige Starter verletzt haben.

Vor allem am Barren war Trebing wieder stark

Am vergangenen Wochenende sammelte Trebing aber auch selbst von Beginn an Argumente für seine Nominierung. Schon nach dem ersten von sechs Geräten – dem Pauschenpferd – hatte er drei Punkte mehr als noch beim ersten Wettkampf. An dem Gerät hatte er vor drei Wochen noch Probleme, ebenso am Reck. „Ich hatte zwar an Pferd und Reck wieder einen Absteiger, dennoch waren die Übungen viel besser. An beiden Geräten habe ich bessere Noten bekommen“, blickt Trebing zurück.

An seinem Parade-Gerät, dem Barren, lief es sogar noch einmal besser als beim ersten Mal. „Der Barren hat mir den Platz bei der EM gesichert“, sagt Trebing. Schon kurz nach Wettkampfende am Sonntagabend bekam er die Nachricht, in Basel dabei zu sein. Dorthin geht es nun am kommenden Mittwoch, Donnerstag startet der Hauptwettkampf. Die Gerätefinals stehen am Wochenende an.

Trainingslager unter Wettkampfbedingungen

„Wir sind gleich für das Trainingslager in Kienbaum geblieben“, berichtet Trebing. Zwei (Dauser und Remuta) der sechs deutschen EM-Teilnehmer treten im Gesamtwettkampf an, die übrigen vier teilen sich die sechs Geräte auf. Bereits fest steht, dass Trebing bei der EM am Barren an den Start geht. „Wenn es gut läuft, kommt mit dem Pferd noch ein zweites Gerät hinzu.“

Darum kämpft der EM-Debütant nun in der Vorbereitung. „Das ist ein kleiner interner Wettbewerb zwischen mir und Karim Rida. Das Training mit Wettkampfbedingungen hilft uns, sicherer zu werden und ein besseres Gefühl für das Gerät zu bekommen.“ Bei der EM in der Schweiz peilt Trebing keine genaue Platzierung an. „Ich möchte meine Übungen ohne Fehler machen und alles geben. Am Barren gibt es ein so großes Spektrum starker Turner, darauf bin ich gespannt.“

Nicht aus den Augen verliert der Nordhesse, der in Hannover lebt, während des Trainingslagers in Kienbaum auch die Deutschen Meisterschaften Mitte Mai in Leipzig. Denn dann geht es auch um die Olympia-Qualifikation, ebenso beim Quali-Turnier ab dem 13. Juni in München. (Björn Friedrichs)

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