Kasseler Ruder-Regatta: Friedrichsgymnasium ist Stadtmeister – 1400 Athleten am Start

Überraschung im Achter

Spannender Wettkampf: Die Ruder-Stadtmeisterschaft auf der Fulda gewann überraschend das Friedrichsgymnasium vor dem Ruderverein Kurhessen-Cassel. Foto: privat

Kassel. Zuerst geht Steuerfrau Luisa Blumenstein über Bord, dann springen die acht Jungs des Friedrichsgymnasium-Achters hinterher: In 3:04 Minuten hatten sie die 1000 Meter im Stadtachter bei der 81. Kasseler Ruder-Regatta zurückgelegt und sich überraschend vor dem RV Kurhessen-Cassel ins Ziel geschoben.

Die Stadtmeister

„Wir sind voll motiviert ins Rennen gegangen und am Start schnell weggekommen“, freute sich Jonathan Schmid vom FG mit der Sieger-Bratwurst in der Hand. „Am Ende sind wir zwar noch mal richtig ins Schwitzen gekommen, aber man merkt, dass wir alle an der gleichen Schule das Rudern gelernt und die gleiche Mentalität haben.“

Die Lokalmatadoren

Alles ist gut organisiert: Ein Rennen nach dem anderen geht reibungslos über die Bühne. Aus Kasseler Sicht durchaus erfolgreich: Im Juniorinnen-Einer etwa setzt sich Fabienne Schmallenbach vom Ruderverein Kurhessen Cassel durch, im Junioren-Einer können Sören Hohbein (RG Kassel), Samuel Blatt (RV Cassel 2010) und Leander Fuhrhans (RV Friedrichsgymnasium) drei Abteilungssiege einfahren. Jan Böe, Sascha Richter, Luis Holzhauer und Jan Elvert sichern sich Platz eins im Doppelvierer der Männer. Zahlreichen Nachwuchsruderern gelingt die Qualifikation für den Bundeswettbewerb in Brandenburg.

Die Veranstaltung

1400 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland sind am vergangenen Wochenende nach Kassel gekommen, um sich in unterschiedliche Klassen zu messen. Neben der Stadtmeisterschaft, organisierten die heimischen Rudervereine auch wieder den Landesentscheid der Hessischen Ruderjugend. „Eine logistische Herausforderung“, sagt Regattaleiter Torsten Gorski.

Die Helfer

Gemeinsam mit rund 120 Helfern gelingt es, die 660 Boote entlang des Auedamms aufzureihen und zum Wasser zu bringen, alle Sportler in Zelten, Bootshäusern und Turnhallen unterzubringen und im Wettkampfbüro die Rennen zu setzen, Um- und Abmeldungen entgegenzunehmen und Startnummer auszugeben.

Bei den Gorskis ist das seit Jahren eine echte Familienangelegenheit. Es sind über 30 Grad, Gorskis Tochter Katharina erklärt sich bereit, über 200 Liter Wasser und Apfelschorle für die Helfer zu kaufen und ins Wettkampfbüro zu tragen. Ihr Bruder Jonathan kümmert sich zeitweise um die Startnummern-Ausgabe. Alles geht Hand in Hand. Seinen Mitarbeitern im Hauptberuf hat Gorski drei Tage frei gegeben. „Ich konzentriere mich in dieser Woche voll aufs Rudern“, sagt er. Für viele ist die Regatta ein schöner Anlass, mal wieder in die Heimat zu kommen. Die Ruderfamilie ist gut vernetzt, man kennt sich.

Kein Wunder, dass die Stimmung auf den Wiesen vor den Bootshäusern gut ist: Marlon Seiferth, Julius Küßner und Ludwig Bühre aus Hannover etwa liegen auf einem aufblasbaren Einhorn und beobachten das rege Treiben auf dem Wasser, bevor sie selbst in den Wettkampf einsteigen.

Von Carina Wagener

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