Ultimate Frisbee: In Kassel findet die Deutsche Meisterschaft statt

Voller Einsatz vor der Orangerie – aber fair: Beim Ultimate Frisbee geht es mitunter hoch her. Foto: Nemenz/nh

Kassel. Wer Frisbee hört, der denkt an Sommer, an Schwimmbad und hat eine lockere Atmosphäre vor Augen. Beim Ultimate Frisbee geht es nicht ganz so entspannt zu. Dabei handelt es sich um Sport.

Auf jeden Fall ist es mehr, als nur die Scheibe hin- und herzuwerfen. „Ultimate Frisbee ist ein Laufspiel, das Kondition, Technik und Taktik erfordert“, erklären Florian Nemenz und Sebastian Rauchhaus.

Die beiden spielen für das Team „Himmelstürmer“, das der TSG Niederzwehren angehört. Im August hat das Internationale Olympische Komitee den Weltfrisbee-Sportverband offiziell als Sportverband anerkannt. Gut möglich, dass an diesem Wochenende der eine oder andere Funktionär in Kassel vorbeischaut. Auf den Waldauer Wiesen und der Hessenkampfbahn wird die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Hier sind Fragen und Antworten:

Wie funktioniert diese Sportart überhaupt?

Zwei Teams mit je sieben Akteuren stehen sich gegenüber. Das Spielfeld hat die Länge eines Fußballplatzes (100 Meter) und ist etwa halb so breit (37 m). Es gibt zwei 18 Meter tiefe Endzonen. Ziel ist es, die Scheibe durch Zupassen in der gegnerischen Endzone zu fangen. Das ergibt einen Punkt. Bei der DM wird bis 15 gespielt – nach spätestens 90 Minuten ist eine Partie zu Ende.

Was sind die Besonderheiten bei Ultimate Frisbee?

Derjenige, der die Scheibe in den Händen hält, darf nur einen Sternschritt machen und hat zehn Sekunden, den Frisbee weiterzuwerfen. Landet der Pass im Aus, auf dem Boden, oder wird das Gerät abgefangen, wechselt der Besitz. Prinzipiell ist es ein körperloser Sport. Es gibt keine Schiedsrichter. Kommt es doch zu einem Foul, entscheiden die Spieler selbst – „Fairness ist oberstes Gebot“, sagt Rauchhaus.

Ist das Ganze dann doch nur Ringelpiez ohne Anfassen?

Von wegen. Ultimate Frisbee ist eine anstrengende Angelegenheit. Es gibt Sprint- und Sprungduelle, taktische Vorgaben wie Mann- oder Raumdeckung. „Natürlich will man gewinnen“, sagt Rauchhaus. Aber es ginge auch darum, die Leistung des Gegners anzuerkennen und zu respektieren.

Was ist am Wochenende in Kassel zu erwarten?

46 Mannschaften kommen nach Nordhessen. Am Freitag und Samstag wird von 9 bis 18 Uhr, am Sonntag von 9 bis 17 Uhr gespielt. Die Finals am Sonntag beginnen um 14.15 Uhr. Kasseler sind in Spielgemeinschaften vertreten. Favoriten bei den Männern tragen Namen wie die „Heidees“ aus Heidelberg, bei den Frauen haben die „Mainzelmädchen“ aus Mainz gute Chancen auf den Titel. Der Eintritt ist frei.

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