Strafe gegen Gruppenligist wegen angeblicher Nichterfüllung des Nachwuchs-Solls

Urteil ärgert Wattenbach

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Hängt nach dem Punktabzug ein wenig in der Luft: Fußball-Gruppenligist TSG Wattenbach, hier mit Artur Kontny (15) und Daniel Ortmann (rechts) im Spiel gegen den VfL Kassel.

Söhrewald. Punktabzüge wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls sind normal. Eher erregt es da schon Aufsehen, wenn Fußballklubs vom Hessischen Fußballverband (HFV) bestraft werden, weil sie angeblich zu wenige Jugendteams unterhalten oder nicht genügend Spieler für Jugendspielgemeinschaften (JSG) oder Jugendfußballvereine (JFV) abstellen, an denen sie beteiligt sind.

So wie jetzt die Gruppenligisten TSG Wattenbach und TSV Altenlotheim, die einen Bescheid des HFV erhielten – und Widerspruch einlegen werden.

Welche Strafen wurden verhängt?

Beiden Gruppenligisten droht der Abzug von sechs Punkten. Dazu erhebt der Verband eine Geldstrafe von je 250 Euro.

Was bedeuten die Strafen für die Klubs?

!Während die Wattenbacher weder Aufstiegshoffnungen hegen noch von Abstiegssorgen geplagt sind, droht Altenlotheim seine gute Ausgangsposition im Kampf um Rang zwei einzubüßen. „Gut, dass wir in den letzten Wochen fleißig gepunktet haben und jetzt nicht befürchten müssen, unten reinzurutschen“, gibt sich Ralf Koch, Abteilungsleiter in Wattenbach, erleichtert.

Wie lauten die Statuten der Spielordnung?

Vereine müssen eine zweite Mannschaft sowie mindestens zwei Jugendmannschaften stellen. Sind sie stattdessen wie Wattenbach an der JSG oder einer JFV beteiligt, müssen sie wenigstens 20 Spieler dafür melden.

Wurden die Wattenbacher zu Recht belangt?

„In den Statuten steht nirgendwo, dass die Spieler zu Beginn der Serie da sein müssen. Es ist beim Verband strittig, ob welche während der Saison dazukommen dürfen. Insgesamt haben wir 21 und fühlen uns somit zu Unrecht bestraft“, äußert Koch sein Unverständnis angesichts der vermeintlichen Lücke in den Bestimmungen.

Was kann die TSG gegen den Bescheid tun?

Ralf Koch glaubt, mit einem Widerspruch beim Verbandspräsidium erfolgreich zu sein. Seine Zuversicht gründet auch darauf, dass eine aus ähnlichen Gründen verhängte Strafe gegen Rothwesten zurückgenommen wurde. Zudem änderte der HFV die Bestimmung. Auch zur nächsten Runde müssen 20 Spieler gemeldet werden. Allerdings ohne Frist. Jeder Einzelne zählt, wenn er zehn Pflichtspiele absolviert hat.

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