GSV Eintracht Baunatal

Vater und Sohn spielen in einem Team und werfen jeweils acht Tore

Erinnerungsfoto vom ersten gemeinsamen Spiel: Peter Lattek (links) und sein Sohn Jonas vom GSV Eintracht Baunatal.
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Erinnerungsfoto vom ersten gemeinsamen Spiel: Peter Lattek (links) und sein Sohn Jonas vom GSV Eintracht Baunatal.

Baunatal. Peter und Jonas Lattek, Vater und Sohn, haben zum ersten Mal in einem Handball-Team des GSV Eintracht Baunatal gespielt - und jeweils acht Treffer erzielt.

Geschwister gemeinsam auf dem Spielfeld – keine Seltenheit. Vater und Sohn – gab’s nicht oft, aber auch schon mal. Dass aber der Papa und der Junior jeweils acht Tore erzielen, kommt nicht alle Tage vor. Ist aber passiert. Was war denn da los?

Beim Handballspiel in der Bezirksliga B zwischen Espenau und der vierten Mannschaft des GSV Eintracht Baunatal steuerten Peter und Jonas Lattek zusammen 16 Treffer bei zum 39:19-Sieg der Großenritter. Vater Peter nimmt als Linkshänder die Rechtsaußen-Position ein, Jonas spielt auf der linken Seite. „Der Höhepunkt war, als wir einen Tempogegenstoß gelaufen sind, und mir Jonas den Ball noch zugepasst hat“, erinnert sich Peter Lattek. Diejenigen, die wussten, dass da gerade Vater und Sohn die erste Welle erfolgreich abgeschlossen hatten, hätten in dem Moment natürlich besonderen Spaß gehabt.

„Dass ich nun endlich mal mit meinen Vater gespielt habe, war etwas Besonderes“

Zum ersten Mal sind die beiden in einem Team aufgelaufen. Der 17 Jahre alte Jonas, der die zwölfte Klasse des Lichtenberg-Gymnasiums besucht, spielt sonst bei den A-Junioren der Eintracht in der Oberliga unter Trainer Ralf Horstmann. Nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch innerhalb des Vereins gab es in der Vergangenheit immer wieder Scherze, dass es ja irgendwann mal zur Flügelzange namens Lattek kommen könnte. „Dass ich nun endlich mal mit meinem Vater gespielt habe, war schon etwas Besonderes“, sagt Jonas Lattek.

Nach der Partie haben die Latteks ein Erinnerungsfoto geschossen. Via WhatsApp folgten lustige Kommentare. „Mich hat es stolz gemacht, mit meinem Sohn in einem Team zu stehen“, sagt der Vater. Peter Lattek spielt seit mehr als 40 Jahren Handball, der Sohnemann seit seinem vierten Lebensjahr. Der Vater hätte ihn zu dem Sport gebracht, sagt Jonas: „Als Kind willst du das tun, was der Papa macht. Deshalb habe ich mich auch für die Außenposition entschieden.“ Mit nunmehr 50 Jahren bekommt es der Senior immer noch gut hin. Davor zieht der Junior den Hut.

Vater ist stolz mit seinem Sohn in einem Team zu stehen

An diesem Tag schloss sich gewissermaßen ein Kreis im Hause Lattek. Weil die A-Junioren spielfrei hatten, schnupperte Jonas bei der Herren-Mannschaft von Trainer Robin Führer rein. Dank seines Vaters hielt sich die Aufregung in Grenzen. „Außerdem kenne ich alle Spieler sehr gut. Ich habe ja früher immer bei meinem Vater zugeschaut“, sagt der Sohnemann. Ein internes Wettschießen hätten sie aber nicht verabredet, versichern die beiden. Dass jeder acht Tore im ersten gemeinsamen Spiel erzielte, kommentiert Jonas Lattek so: „Ein schöner Zufall.“

Allerdings gerät Vater Lattek jetzt unter Zugzwang. Auf Fragen, wie lange er noch Handball spielen wolle, antwortete er stets: „Bis ich mal mit meinem Sohn auflaufe.“ Nun ja. Jonas ist sich aber sicher, „dass er weitermacht, bis er nicht mehr kann“. Womöglich kommt es bis dahin zu einer zweiten Auflage der Flügelzange Lattek.

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