38:34-Heimerfolg gegen TSG Münster - Trogisch stark

Handball-Oberliga: Vellmar siegt beim Auftakt gegen Münster

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Energisch: Vellmars Kevin Trogisch war mit elf Toren bester Torschütze seines Teams gegen die TSG Münster. 

Vellmar. Toller Start für die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar. In einem torreichen Spiel besiegte der Gastgeber beim Saisonauftakt die TSG Münster 38:34 (22:16).

TSV-Trainer Andreas Paul zeigte sich nach Schlusspfiff erleichtert und ein bisschen überrascht über die Leistung seiner Schützlinge. „Im Angriff haben wir 45 Minuten gut gespielt, uns immer wieder in freie Wurfposition gebracht und die richtigen Entscheidungen getroffen. Damit hätte ich so nicht gerechnet.“

Tatsächlich überrollte der TSV den Gast in der Anfangsphase. Einfache Kreuzungen im Rückraum brachten Kevin Trogisch in Position, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und nach Belieben traf. So stand es nach elf Minuten 11:7 für die Gastgeber.

In der Folge schlichen sich auf beiden Seiten viele leichte technische Fehler ein – aber keine der Mannschaften wusste dies zu nutzen. Verfrühte Würfe des TSV aus der zweiten Reihe verhinderten, dass sich die Paul-Sieben kontinuierlich absetzte.

Erst eine Auszeit der Heimmannschaft brachte wieder neuen Schwung ins Geschehen. TSV-Torhüter Christian Gumula fand besser ins Spiel, hielt zwei Tempogegenstöße. Seine Vorderleute spielten wieder konsequenter und setzten sich bis zur Halbzeit auf 22:16 ab.

In Hälfte zwei stellte Vellmar seine Abwehr um. Finn Hujer nahm den bis dahin starken Rückraumrechten Bastian Schwarz in Manndeckung. Diese Umstellung brachte Münster aus dem Konzept. Unvorbereitete Würfe wurden zur Beute von Gumula. Bis zur 45. Minute zog Vellmar auf 31:22 davon.

Paul zeigt sich kritisch

Doch Münster gab nicht auf und wehrte sich nach Kräften. Auch der Gast stellte seine Abwehrreihe um. Eine doppelte Manndeckung gegen Trogisch und Emil Kirkemann nahm dem Gastgeber den Schwung. Zu statisch agierte der Angriff, keine Torgefahr wurde entwickelt. Tore erzielte Vellmar in dieser Phase nur per Zufall oder unter großer Mithilfe der schwachen Münsteraner Torleute. „In dieser Phase haben wir schlecht gespielt und kaum eine Idee gehabt. Die Automatismen haben gefehlt - dies ist jedoch kein Wunder, da wir eine komplett neue Mannschaft haben und uns erst noch finden müssen“, zeigte sich Paul nach Schlusspfiff kritisch.

Trotz der Schwächephase geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr und Vellmar jubelte über zwei wichtige Punkte zum Saisonstart.

Von Fynn Welch

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