Handball-Oberliga: Paul-Sieben unterliegt im letzten Heimspiel Gensungen/Felsberg

Vellmar verliert das Derby

Zwei gegen einen: Vellmars Peter Petrovszki (links) kommt hier gegen die Gensunger Jens Wiegräfe (Mitte) und Max Pregler zum Abschluss. Foto: Fischer

Vellmar. Zum Abschluss der Saison in der Handball-Oberliga gab es vor 400 Zuschauern in der Großsporthalle eines der besseren Spiele zu sehen. Mit solchen war man bei den 13 Heimauftritten des TSV Vellmar in der Spielserie 2014/15 ja wahrlich nicht gesegnet. Das lag in erster Linie am forschen Auftritt der ESG Gensungen/Felsberg, die verdientermaßen mit 37:27 (21:15) gewann.

In zweiter Linie aber auch an Vellmar, das trotz klaren Rückstands nie aufsteckte, immer wieder versuchte, über Kampf ins Spiel zurückzukommen, und Gensungen forderte. Doch gegen die konsequente Deckung und das schnelle, dynamische Angriffsspiel der Edertaler gelang es nicht, den Abstand ernsthaft zu verkürzen. Dazu zeigte sich Marc Lauterbach im Gäste-Tor als wahrer Könner seines Fachs. Dass die Gensunger aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nur mit neun Feldspielern angereist waren, fiel nie negativ auf.

„Wir haben in keiner Phase des Spiels und mit keiner Formation in der Abwehr das Spiel der Gensunger unterbinden können“, bekannte TSV-Trainer Andreas Paul. Derweil freute sich ESG-Trainer Arnd Kauffeld, dass seine Mannschaft nach der Niederlage im letzten Heimspiel gegen Kleenheim „hier in Vellmar Charakter gezeigt hat“.

Nur beim 1:0 (1.) und 2:1 (2.) lag der TSV Vellmar in Führung, dann übernahmen die Gensunger das Ruder. Vellmar leistete sich Fehler im Angriff, die die ESG prompt bestrafte. Von den ersten zehn Toren der Gäste resultierten fünf aus Tempogegenstößen. Bis zur Pause hatte sich die ESG schon mit sechs Toren abgesetzt, beim 28:18 (42.) erstmals mit zehn Treffern. Und so blieb es bis zum Schluss.

Von Gensungen/Felsberg darf man in der nächsten Oberliga-Saison sicher einiges erwarten. Vellmar bereitet sich ab dem 15. Juni auf die Saison in der Landesliga vor. TSV: Gumula), Henkel (7 m/21., ab 29.); Kunz, Stumbaum 4/2, Suton, Brückmann 2, Kiebach 2, Muth 3/1, Heckmann 3, Gisbrecht, Gribner 1, Petrovszki 3, D. Körber 6, Struif 3 ESG: Lauterbach, Wicke (ab 48.); Bauer 6/2, Rehberg 4, Trogisch 9, Wrzosek 2, Balke 1, Wiegräfe 2, Walther 5, Pregler 7/1, Köpke 1

Von Peter Fritschler

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