SSC bei 1:3-Heimpleite nicht auf der Höhe

Volleyball-Oberliga: Vellmar verliert Topspiel gegen Kriftel

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Ausgeholt: Der Vellmarer Mika Wiemers (Mitte) setzt im Heimspiel gegen Kriftel zum Schmetterball an.

Vellmar. Im Spitzenspiel der Volleyball-Oberliga musste sich Ligaprimus SSC Vellmar dem Tabellenzweiten TuS Kriftel II in eigener Halle mit 1:3 (18:25; 22:25; 25:20; 23:25) geschlagen geben.

Für die SSC-Männer war es die zweite Saisonniederlage – die erste hatten sie beim Hinspiel in Kriftel kassiert. Drei Spieltage vor Saisonende ist der Vorsprung der Vellmarer auf die Südhessen nun auf zwei Punkte geschrumpft.

Schon vor Spielbeginn herrschte in der Halle Topspiel-Atmosphäre: Laute Rap-Hymnen und Rammsteins „Feuerfrei“ dröhnten aus den Lautsprechern, als sich die beiden jungen Mannschaften, jeweils in Bestbesetzung, konzentriert aufwärmten. Die Tribüne füllte sich, SSC-Trainer Roland Löber justierte noch schnell eine Kamera am Spielfeldrand, zur späteren Videoanalyse.

SSC-Spieler angespannt

Den Vellmarern war die Anspannung zu Spielbeginn in den Gesichtern anzusehen. Kriftel schlug auf, Vellmar baute auf und setzte zum ersten Angriff an. Blockabpraller, zweiter Versuch über die Außenposition. Ein clever gelegter Ball über den südhessischen Block führte zum ersten Punkt für Vellmar. Dann allerdings punktete Kriftel und die Gastgeber liefen fortan stetig einem Rückstand hinterher. Während die Krifteler befreit aufspielten, wurden die Vellmarer immer missmutiger. Vor allem in der Block-Abwehr unterliefen dem Spitzenreiter zu viele Fehler. Dafür überzeugte Youngster Jonas Manß als Libero. Kapitän Marc Löber versuchte immer wieder, seine Mitspieler anzupeitschen. „Auf jetzt, kommt, weiter“, schrie der 25-Jährige durch die Halle.

Im dritten Satz startete der SSC nach einem 1:7-Rückstand eine Aufholjagd. Der Block funktionierte nun. Mit starken Angriffen über Mitte und Außen lieferten sich die Vellmarer ein spannendes Kopf-an-Kopf-Duell mit den Gästen. Mika Wiemers sicherte seiner Mannschaft schließlich mit einem tollen Angriff über die Mitte den verdienten Satzgewinn.

Im vierten Durchgang schenkten sich die beiden Spitzenteams nichts. Bis zum 23:23 ging es hin und her. Dann wurde die Niederlage besiegelt: Vellmars Mittelangreifer Justus Stahl schlug den Ball ins Aus, die Gäste verwandelten mit einem Ass gleich ihren ersten Matchball.

„Kriftel war einfach besser“

„Kriftel ist der stärkste Gegner in der Liga“, sagte Libero Manß nach dem Spiel. „Es ist schon schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber wir haben gut mitgehalten, Kriftel war einfach besser heute“, zollte der 16-Jährige den Gästen Respekt. Der Schüler kennt viele Spieler von Kriftel durch den Hessenkader und gratulierte ihnen zum Sieg.

Von Sarah Ackermann

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