VERBANDSLIGA Kaum bekannt und doch so wichtig 

Maximilian Köps ist beim CSC 03 Kassel vor Duell gegen Sand nicht wegzudenken

Zwei Fußballspieler springen hoch, einem Ball entgegen.
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Immer eng am Gegenspieler: Maximilian Köps (rechts) vom CSC 03 Kassel im Luftduell mit dem Weidenhäuser Jan Gonnermann.

Es läuft beim CSC 03 Kassel in der Fußball-Verbandsliga. Einer, der zum Erfolg beitrug, ist Maximilian Köps. In der heimischen Szene ist der 23-Jährige noch nicht sehr bekannt.

Kassel – Das war so nicht zu erwarten. Der CSC 03 Kassel ist in der Fußball-Verbandsliga ungeschlagen, mischt an der Spitze mit und geht als Favorit ins Heimspiel gegen den SSV Sand (Samstag, 15 Uhr). Einer, der zum Erfolg beitrug, ist Maximilian Köps. Maximilian Köps? In der heimischen Szene ist der Name noch nicht geläufig. Wir stellen den 23-Jährigen vor.

Der gebürtige Göttinger kam vor zwei Jahren im Rahmen seines Medizinstudiums nach Kassel. Zuvor hatte er zwei Jahre an der Partneruniversität im englischen Southampton verbracht. Im Internet informierte er sich über die heimischen Klubs und entschied sich für den CSC 03.

„Die zentrale Lage kam mir entgegen und die Verbandsliga ist mit einem zeitlichen Aufwand verbunden, den ich neben dem Studium noch bewältigen kann“, sagt Köps. In der Junioren-Bundesliga war er früher für die U 17 von Eintracht Braunschweig aufgelaufen.

Corona-Pause für Regeneration genutzt

„Ich hatte schon gehofft, es später in den Profibereich zu schaffen. Aber mir war schon lange klar, dass ich unbedingt Arzt werden wollte und Schule und Ausbildung im Vordergrund stehen müssten“, sagt Köps und ergänzt: „Mich fasziniert die Sportmedizin.“ Und so verfolgte er die sportliche Karriere weniger intensiv als die berufliche Laufbahn.

Noch etwas nahm ihn fußballerisch vorübergehend aus dem Rennen: 2019, noch bei seinem Heimatverein Tus Lamspringe, erlitt er einen Riss des Kreuz- und Außenbandes. „Man kann fast sagen, dass ihm die Corona-Pause zugutekam. Er hatte Zeit, intensiv an seiner Rückkehr zu arbeiten“, sagt Trainer Lothar Alexi.

In der zweiten Mannschaft fing Köps nach dem zweiten Lockdown wieder an. „Aber schließlich hat er sich schnell zum Leistungsträger der Ersten entwickelt. Zugetraut hatten wir ihm das“, erklärt Alexi.

„Ich bin inzwischen nach der Verletzung auch im Kopf wieder frei“, sagt Köps. Zudem fühlt er sich in Kassel auf und neben dem Platz wohl und bleibt – Stand heute – mindestens bis Sommer 2023 hier. Einen möglichen Aufstieg der 03er fände er „toll“, auch wenn er mit dem zeitlichen Aufwand in der Hessenliga womöglich überfordert wäre.

Für Vielseitigkeit und Ballsicherheit gelobt

„Kategorisch ausschließen würde ich aber nicht, noch mal höherklassiger zu spielen. Vielleicht ergibt sich später was“, betont Köps. Dem CSC 03 wird es gefallen, dass er auf den im Mittelfeld Gesetzten zumindest vorerst weiter bauen kann.

„Max ist vielseitig und verfügt über Ballsicherheit und Spielintelligenz. Zudem hat er eine gute Balleroberung und ein starkes, sicheres Umschaltspiel“, beschreibt Alexi die Qualitäten seines Sechsers. Auf die er nun auch gegen Sand hofft.

„Der SSV hatte ein paar Hänger, wird sich aber wieder im ersten Drittel festsetzen“, bekundet Alexi Respekt vor dem weiter von Mario Deppe trainierten Widersacher.

Ohnehin erachtet der CSC-Trainer „den Oktober als Monat der Wahrheit, weil die Spitzenteams in direkten Duellen aufeinandertreffen“. Da passt es, einen wie Maximilian Köps in seinen Reihen zu haben. (Wolfgang Bauscher)

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