CSC 03 erwartet OSC Vellmar zum Derby

Viele Fragezeichen für Fußball-Verbandsligisten

Auch mit 38 kaum zu stoppen: Daniel Beyer vom CSC 03 (rechts) gegen den Johannesberger Kirce Ristevski
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Auch mit 38 kaum zu stoppen: Daniel Beyer vom CSC 03 (rechts) gegen den Johannesberger Kirce Ristevski

Herausforderungen unterschiedlicher Natur haben die heimischen Fußball-Verbandsligisten zu bewältigen. Zwei treffen im Derby aufeinander, einer steht im Zeichen großer Personalnot und einer kämpft gegen den Fluch der Schlussminuten.

Freude bei 03 getrübt

Leicht getrübt ist die Vorfreude beim CSC 03 Kassel auf das Derby gegen den OSC Vellmar (Sonntag, 15 Uhr, Jahnkampfbahn). Denn die 0:3-Heimniederlage am Mittwoch gegen Eichenzell sorgte für ein wenig Ernüchterung. „Wir zeigen ein wechselhaftes Gesicht und wissen noch nicht so recht, wo wir stehen. Nach den beiden guten ersten Spielen war das jetzt ein Rückschlag“, sagt Daniel Beyer. Gegen den Nachbarn erwartet der Verteidiger ein „offenes Spiel“. Fehlen wird Gian-Luca Maresca, der beim Auftakt gegen Johannesberg einen Kreuzbandriss erlitt. Und auch Roy Keßebohm. „Das ist seltsam. Immer vor den Spielen gegen seinen Ex-Klub handelt er sich eine Gelb-Rote Karte ein“, sagt Beyer etwas süffisant.

Heiße Tage für OSC

Gestern beim SV Türkgücü, am Sonntag beim CSC 03 Kassel – der OSC Vellmar steht in den Tagen der Derbys. „Ausnahmezustand herrscht bei uns trotzdem nicht. Man nimmt das genauso wie andere Spiele und bereitet sich genauso vor“, sagt Sebastian Wagener. Der Innenverteidiger räumt jedoch auch ein: „Man freut sich darauf schon ein wenig mehr als auf andere Spiele.“ Für den OSC haben die Partien wegweisenden Charakter, zumal, sagt Wagener, „die 03er mit uns auf Augenhöhe sind und wie wir oben mitspielen wollen“. Maik Siebert kann bei den Vellmarern wieder mitmischen, der gesperrte Egli Milloshaj erst in der folgenden Woche. Wagener, der beim OSC seine neunte Saison bestreitet, bleibt das Aufeinandertreffen mit seinem früheren Vellmarer Nebenmann Keßebohm verwehrt. Dieser ist gesperrt. Kommt da Freude auf? „Nein. Glücklicherweise begegnen wir uns als Abwehrspieler auf dem Platz nicht so oft“, sagt Wagener lachend und fügt an: „Es ist schade, dass er fehlt. Auf ehemalige Mitspieler zu treffen, ist immer schön. Auch wenn es sehr schwer ist, gegen Roy zu spielen.“

Lage in Sandershausen

„Da musst du schon tief graben, wenn du bei uns genug gesunde Spieler finden willst“, kommentiert der bislang ebenfalls verletzte Kapitän David Altschmied die Misere in Sandershausen. Aus Personalmangel musste die TSG zuletzt sogar das Spiel in Bad Soden absagen. Für das Auswärtsspiel am Sonntag beim FSV Thalau (15 Uhr) sieht es nicht viel besser aus. „Wenn ein paar zurückkommen, fallen immer gleich wieder andere aus“, sagt Altschmied. Er selbst hofft, nach mehreren Blessuren und ohne Training, auf seinen ersten Einsatz: „Es macht mich irre, von draußen zuzusehen und nichts tun zu können“, sagt der 29-Jährige.

Schwer für Türkgücü

Hartes Programm für den SV Türkgücü. Nachdem der Verbandsligist zuletzt zweimal in den letzten Minute unterlag und dem gestrigen Derby gegen den ambitionierten Nachbarn OSC Vellmar steht am Sonntag bereits die nächste schwere Bewährungsprobe an. Ab 15.30 Uhr gastiert Spitzenreiter SSV Sand, die einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt, im Nordstadtstadion. Besonders achten sollte Türkgücü auf Leon Koch. Der Sander Angreifer, vom Melsunger FV gekommen und früher in der Jugend des KSV Hessen, brachte es in drei Partien bereits auf vier Treffer – einen mehr als die Gastgeber insgesamt. (Wolfgang Bauscher)

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