Auffälligkeiten im heimischen Fußball: Viele Tore und ein Abschied

Wenn der Vater mit dem Sohn: Zum Ende seiner Fußball-Karriere stand Özkan Oygur (rechts) zusammen mit seinem Sohn Samet Oygur (links) in der Startformation des SV Türkgücü. Trainer Hayri Karahan (Mitte) erfüllte dem Routinier diesen Wunsch. Foto: privat/nh

Kassel. Der letzte Spieltag der Saison in den heimischen Fußball-Ligen sorgte noch für die eine oder andere Überraschung. Wir stellen die kuriosesten Geschichten des Wochenendes vor.

Vater und Sohn

Viel rumgekommen ist er und viel erlebt hat er auch: Özkan Oygur (39) vom Fußball-Kreisoberliga-Meister SV Türkgücü. Doch im letzten Heimspiel seines Klubs, seinem letzten Auftritt als Aktiver, kam ein weiteres Highlight dazu: Oygur absolvierte ein weiteres gemeinsames Spiel mit seinem 19 Jahre alten Sohn Samet. Sein Trainer Hayri Karahan hatte es vor Wochen versprochen und hielt nun Wort. Sein Auftritt dauerte allerdings nur 52 Minuten, dann wurde er bei der 3:4-Niederlage gegen Ahnatal ausgewechselt. Die Torjäger

Fünfmal war Jan Gerbig für den SVA Weidenhausen am letzten Spieltag der Verbandsliga gegen Absteiger FC Bosporus erfolgreich. Kann schon mal passieren, doch die fünf Tore waren gleichbedeutend mit dem Endstand der Partie, die Weidenhausen mit 5:0 für sich entschied. Doch es kommt noch besser: Gerbig setzte sich mit seinen Toren 24 bis 28 die Torjägerkrone auf, indem er den bis dahin Führenden Radek Görner (25) überholte.

Am Sonntag sorgten die drei Tore von Stürmer Ben Leon Werner (21) beim 3:2-Erfolg seiner TSG Wellerode bei der SG Werratal in der Kreisoberliga Werra-Meißner dafür, dass sein Klub nichts mehr mit dem Abstiegsgeschehen zu tun hat. Drei Treffer hatte der Stürmer über den Zeitraum der gesamten Saison bisher erzielt. In der kommenden Saison 2017/18 geht Werner dann mit seinem Klub aus der Söhre wieder in der Kreisoberliga Kassel auf Torejagd.

Die Strafstöße

Vier Strafstöße für ein Team in einer Partie – das ist selten. Dies erlebten die Zuschauer bei der Relegationpartie zur Regionalliga zwischen dem FSV 08 Bissingen und Rot-Weiss Frankfurt. Bis zur Pause stand es torlos, da Peter Wiens einen Elfmeter verschossen hatte – Frankfurts Torhüter Ioannis Takidis hielt den schwachen Schuss. (34.).

Nach dem Seitenwechsel fiel das 1:0, als Oskar Schmiedel für Bissingen mit einem Foulelfmeter erfolgreich war. Das 2:0 erzielte wiederum Schmiedel – natürlich mit einem Elfmeter (70.). In der 80. Minute kam es dann zum vierten Strafstoß für Bissingen – diesmal hämmerte Schmiedel den Ball übers Tor (80.). Zwei Treffer erzielten die Gastgeber aber doch noch: Simon Lindner und Patrick Milchraum waren für ihr Team zum 4:0-Endstand erfolgreich (85., 87.).

Der Absteiger

Die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund stand in dieser Saison in der Gruppenliga (Gruppe 2) vor dem letzten Spieltag nicht einmal auf einem Abstiegsplatz. Und muss jetzt doch den Gang in die Kreisoberliga antreten. Nach dem ersten Spieltag belegte die SG den 13. Rang, den Relegationsplatz. Danach fand sich das Team um Trainer Werner Heidemüller recht gut in der Liga zurecht. Nach zwei zu Null-Siegen gegen Weidenhausen II und Wattenbach rangierten die Ringgauer sogar auf Platz sechs.

Von nun an ging es bergab mit der SG, nur fünf Siegen und drei Remis konnten noch auf der Habenseite verbucht werden. Dennoch stand sie nie auf einem Abstiegsplatz – bis zum letzten Spieltag.

Von Horst Schmidt

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