Als Spieler der Sutter-Elf ist er bekannt: Winfried Drengk feiert heute 85. Geburtstag

Winfried Drengk: Vizemeister im Feldhandball

Winfried Drengk

Kassel. Selbst das künstliche Hüftgelenk, mit dem Winfried Drengk seit 1993 leben muss, hindert ihn nicht daran, sich sportlich zu betätigen.

Zweimal in der Woche tummelt sich der ehemalige Spieler und Trainer der SVH Kassel, der heute seinen 85. Geburtstag feiert, in der Turnhalle des Kasseler Friedrichsgymnasiums, wo er sich jeweils eine Stunde lang mit Gymnastik fit hält. Darüber hinaus nahm er kürzlich an einer 20-Kilometer-Wanderung von Elbenberg nach Fritzlar teil, und einmal in der Woche schwingt er sich aufs Fahrrad und tritt eine Stunde lang in die Pedalen.

Der chirurgische Eingriff 1993 bremste Drengk sportlich kaum. Noch jahrelang nahm der rüstige Jubilar mit seinen Kameraden im Alpenverein, Sektion Kassel, viele Bergtouren in Angriff. So schaffte er beispielsweise mit 77 Jahren die bekannte Zillertaler Runde, die von Mayrhofen über die Kasseler Hütte führt. 2009 kletterte er von Garmisch-Partenkirchen aus mit Freunden innerhalb einer Woche auf die Alp- und die Zugspitze, ehe er mit 79 die Bergstiefel an den Nagel hängte. Sein Motto damals: „Mit 66 Jahren fängt das Leben an, und mit 79 hört das Bergwandern auf.“

Ende der 40er-Jahre: Auf dem Platz an der Kasseler Wittich-Kaserne wirft Winfried Drengk auf das Hofgeismarer Tor. Foto:  nh

Einen Namen weit über Hessens Grenzen hinaus machte sich Winfried Drengk als Handballer. Vom Tuspo Wilhelmshöhe wechselte er 1949 zur Sutter-Elf nach Harleshausen, mit der er dreimal Südwestmeister im Feldhandball wurde. Seinen größten Erfolg errang er als Trainer: Im Juli 1973 führte er im letzten deutschen Feldhandball-Endspiel seine Jungs zur deutschen Vizemeisterschaft in Wetzlar, wo sie gegen Großwallstadt nach Verlängerung 10:13 (9:9) verloren.

Der Ex-Kommunalpolitiker wickelte als Geschäftsführer 1981 zusammen mit Ex-OB Wolfram Bremeier die Kasseler Bundesgartenschau ab, die bis dahin als einzige Buga schwarze Zahlen schrieb. Seinen Geburtstag feiert Drengk im engsten Familienkreis mit seiner Gerdi, die er 1949 in der Straßenbahn kennenlernte und mit der er seit 63 Jahren verheiratet ist, sowie mit seinen Kindern Dagmar, Carla, Andreas und vier Enkeln.

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