Heimsieg in der Oberliga

Volleyball: TG Wehlheiden dominiert das Derby gegen Bergshausen

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Auf den Block kommt’s an: Die Bergshäuserinnen (hinten von links) Tanja Schulz-Wulf, Christine Selle, Lisa Reißig und Kelsey McNamara erwarten den Wehlheider Angriff mit Christine Sturm (9) und Lotta Weinrich (rechts). 

Durststrecke beendet: Die Oberliga-Volleyballerinnen der TG Wehlheiden haben mit einem glatten 3:0 (25:16, 25:11, 25:18)-Derbyerfolg über die FSV Bergshausen nach drei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Bergshausen hingegen enttäuschte über weite Strecken, obwohl die Formkurve vor dem Spiel doch nach oben gezeigt hatte.

Mit einer Siegesserie von fünf Spielen schlugen die Bergshäuserinnen in der Kasseler Aueparkhalle auf. An mangelndem Selbstvertrauen dürfte es also nicht gelegen haben, warum aus der Revanche für die 1:3-Pleite im Hinspiel nichts wurde.

FSV-Trainer Thomas Willisch war nach Spielschluss um Erklärungen bemüht, sprach von einem teilweise ängstlichen Auftritt. Und tatsächlich fehlte irgendwie die letzte Entschlossenheit. Zudem schlichen sich viele einfache und vor allem überflüssige Fehler ein, die dem Spiel schnell einen einseitigen Charakter verliehen.

Nach verheißungsvollem Beginn für die Gäste und einer schnellen 2:0-Führung waren es eigene Abstimmungsprobleme, die für die ersten Punkte der TGW sorgten. Und die fand nach nervösem Start rasch ihren Rhythmus. Lotta Weinrich brachte Wehlheiden erstmals in Front (4:3). Während die Gastgeberinnen in der Folge durch strukturiertes Aufbauspiel glänzten, wirkte die FSV zunehmend uninspirierter. Zu statisch agierten die Gäste, um die TGW vor wirklich ernsthafte Probleme zu stellen. Und die Lücken auf dem Feld wurden größer.

Auch Willischs frühe erste Auszeit erzielte nicht den gewünschten Effekt. Mit 25:16 ging der erste Satz ziemlich ungefährdet an die TGW. Und auch der zweite Satz, bei dem Bergshausens Libera Tanja Schulz-Wulf verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken konnte, ließ wenig Interpretationsspielraum. Wehlheiden dominierte. Ganz klar. Und das spiegelte sich auch im Resultat wieder: 25:11.

Mit effektiven Blocks und präzisen Schmetterbällen waren die Wehlheiderinnen auf gutem Weg, die sportliche Durststrecke zu beenden. Lea Hoß und Kim Gerlach machten am Netz einen souveränen Job, während Anna-Lena Stark mit präzisen Zuspielen ihre Mitspielerinnen fütterte. „Die Mannschaft hat super gespielt. Wir sind sehr strukturiert aufgetreten, der Block stand und auch das Aufbauspiel war gut“, resümierte Wehlheidens Trainer Horst Dristram. Kurzum: Es gab wenig zu meckern.

Im dritten Satz ging es allerdings etwas enger zu. Auch weil Bergshausen nun zielstrebiger spielte. Gegen einen Schmetterball von Christine Selle war kein Kraut gewachsen. Eine Szene, die aus Bergshäuser Sicht etwas Hoffnung aufkeimen ließ. Zwischenzeitlich führten die Gäste 16:14.

Aber die TGW schlug immer wieder zurück, brachte sich mit 20:17 schließlich in eine komfortable Situation. Das letzte Wort hatte dann Kim Gerlach. Nach tollem Zuspiel zimmerte sie den Ball übers Netz. Bergshausens Klärungsversuche waren vergebens – Gerlach machte mit dem 25:18 den Sieg perfekt.

Von Raphael Wieloch

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