Umfrage zum Ende der Spielzeit

Volleyballer haben Verständnis für den Saisonabbruch

Es wird noch dauern, bis die Volleyballer in Hessen wieder schmettern und blocken dürfen.
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Es wird noch dauern, bis die Volleyballer in Hessen wieder schmettern und blocken dürfen.

Die Saison in den hessischen Volleyball-Ligen ist vorbei. Der Hessische Verband hat die Spielzeit vorzeitig beendet – es wird keine Auf- und Absteiger geben.

Wir haben uns umgehört bei den heimischen Vereinen in der Ober- und Landesliga.

TG Wehlheiden

„Wir blicken jetzt auf die neue Saison, die hoffentlich nach dem Sommer beginnen kann“, sagt Horst Dristram, Trainer der Oberliga-Frauen der TG Wehlheiden. Innerhalb der Mannschaft habe es zunächst durchaus den Wunsch gegeben, zumindest eine Einfachrunde zu spielen, aber jetzt sei die Entscheidung des Hessischen Volleyball-Verbandes zu begrüßen. „Meine Spielerinnen sind keine Profis und können nicht mitten in der Woche Spiele in Wiesbaden absolvieren oder bis in den Sommer hinein spielen“, sagt der 64-Jährige über die jetzt vermiedenen Probleme mit dem Spielplan. Die Volleyballabteilung der TG hat inzwischen das Gespräch mit der Stadt Kassel gesucht, weil die Trainingsstätte Aueparkhalle zum Impfzentrum umfunktioniert wurde. „Wir hoffen auf eine andere Halle, damit wir vielleicht schon im Frühsommer das Training wieder aufnehmen können.“

FSV Bergshausen

„Natürlich sind wir traurig, dass wir in dieser Saison nicht mehr spielen können. Aber gleichzeitig wissen wir alle, dass es die richtige Entscheidung ist“, sagt Kelsey McNamara, Trainerin der Oberliga-Frauen der FSV Bergshausen. Überrascht hat sie der Saisonabbruch nicht: „Das war zu erwarten.“ Dennoch fehlt der Mannschaft das gemeinsame Training, das seit November ruht. „Ich spiele seit 23 Jahren Volleyball, da fehlen einem der Sport und die Gemeinschaft. Aber so ist es derzeit am besten für alle“, sagt die Trainerin. Sie bewertet es positiv, dass der Verband sich noch im vergangenen Jahr ein Meinungsbild bei den Vereinen eingeholt hat. „Wenn es jetzt noch mal eine Umfrage gäbe, wären 100 Prozent meines Teams dafür, die Saison zu beenden“, sagt McNamara.

TV Jahn

„Wir sind schon traurig, dass neben dem Sport jetzt auch das persönliche Miteinander weiter wegfällt, aber wir hatten damit gerechnet“, sagt Christiane Heer vom Landesliga-Team des TV Jahn Kassel. Auch eine Verlängerung in den Sommer hinein hätte aus Heers Sicht keinen Sinn gemacht, da dies bei den meisten Spielerinnen mit privaten Plänen kollidiert wäre. Ganz ähnlich sieht das ihr Trainer Uwe Hoffmann: „Die Entscheidung ist richtig. Eine Verlängerung hätte Probleme gemacht.“

VSG Kassel-Wehlheiden

„In der aktuellen Situation mit einem Lockdown, der vielleicht noch verschärft wird, können wir die Entscheidung vollkommen nachvollziehen. Wir sind damit völlig einverstanden“, sagt Fabian Schulze, Trainer der VSG Kassel/Wehlheiden. Am 28. Oktober hatte der Männer-Landesligist sein letztes Training. „Da haben wir uns schon scherzhaft ein frohes Neues gewünscht“, sagt der Coach. Bitter ist der Saisonabbruch dennoch für die VSG. Schließlich steht der Verein mit drei Siegen aus drei Spielen an der Tabellenspitze. „Aus sportlicher Sicht ist es ärgerlich. Wir standen in der Tabelle gut da und hatten Lust auf Volleyball und die Saison“, sagt Schulze. (Martin Scholz und Manuel Kopp)

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