Hessischer Verband setzt Spielbetrieb bis Ende des Jahres aus – Einfachrunde angedacht

Volleyballer müssen weiter warten

Dierk Fooken vom SSC Vellmar
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Dierk Fooken

Kassel – Der hessische Volleyball bleibt in der Warteschleife. Die Spielpause wird bis Ende 2020 verlängert. Auf der Homepage des Verbandes wird davon ausgegangen, dass nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Januar/Februar höchstens noch eine Einzelspielrunde realisierbar ist. Sollte die Einfachrunde nicht bis 30. April 2021 abgeschlossen werden können, soll keine Wertung der Saison erfolgen. Es findet kein Auf- oder Abstieg statt, und die Mannschaften behalten ihre Staffelzugehörigkeit. Wir befragten drei Vertreter lokaler Mannschaften.

SSC Vellmar

Die Regionalliga-Volleyballer des SSC Vellmar sind von den Entscheidungen des Hessischen Volleyball-Verbandes (HVV) nicht direkt betroffen, sondern an die Enscheidungen der Ligenleitung für Regional- und Dritte Liga gebunden. „Weil bei uns mehr als ein Bundesland betroffen ist, stellt sich die Situation noch schwieriger dar“, sagt SSC-Trainer Dierk Fooken. Allerdings sei auch für die Regionalliga im Dezember der Spielbetrieb weiter ausgesetzt. „Eine einfache Meisterschaftsrunde soll angeblich bis zum 21. März abgeschlossen sein, und auch von Playoffs ist die Rede“, sagt Fooken weiter. Insgesamt kann ersich vorstellen, dass die Saison ganz ohne eine Wertung beendet und nach dem Sommer wiederholt wird. „Ich rechne nicht damit, dass wir im Januar spielen. Wenn doch, muss allerdings die Einhaltung der Hygieneregeln gewährleistet sein.“

TG Wehlheiden

Horst Dristram, Trainer der Oberliga-Frauen der TG Wehlheiden, könnte sich eine Fortsetzung der Saison vorstellen, sieht aber für die TG erschwerte Bedingungen: „Für Training und Spiele fällt erstmal die Auesporthalle weg, weil die im kommenden Jahr als Corona-Impfzentrum genutzt werden soll“, sagt Dristram. Darüber hinaus kann sich der TG-Trainer mit einer Einfachrunde anfreunden.

„Wir haben bisher vier Spiele absolviert, sodass uns noch acht fehlen. Trotz der Osterferien wäre das wohl bis Ende April machbar. Auch eine Relegation fände ich in Ordnung. Insgesamt bin ich für eine Auf- und Abstiegsregelung, damit der sportliche Reiz des Wettbewerbs erhalten bleibt“, sagt Dristram.

FSV Bergshausen

Christine Selle, Kapitänin des FSV Bergshausen sieht eine Fortsetzung der Saison eher kritisch: „Natürlich wollen auch bei uns in der Mannschaft einige weiterspielen, aber wir haben Auswärtsspiele erlebt, wo es seitens der Gastgeber überhaupt kein Hygienekonzept gab. Auch wenn wir in der Oberliga spielen, ist es für die meisten eher ein Hobby. Auch wegen unserer Arbeitsplätze dürfen wir nicht so einfach eine Infektion riskieren“, sagt Selle.

Da jetzt der Teillockdown bis zum 10. Januar verlängert und vor dem Neustart zwei Wochen trainiert werden soll, sei auch eine Einzelspielrunde eine knappe Sache. „Ich bin dafür, die Saison nicht zu werten und im September mit den gleichen Mannschaften neu zu beginnen“, sagt die Außenangreiferin. (Martin Scholz)

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