Gerhard „Scherri“ Pilz spielte beim Spielverein, KSV Hessen und Waldhof - Beim Wandern Gegner getroffen

Gerhard „Scherri“ Pilz: Wiedersehen auf dem Gipfel

In Aktion: Hier markiert „Scherri“ Pilz (Mitte) einen Treffer in der Partie des Spielvereins beim VfL Kassel, die Rothenditmolder gewannen 1953 mit 8:2. Fotos: privat/nh

Kassel. Warum er mit Spitznamen „Scherri“ heißt, das weiß Gerhard Pilz gar nicht. „Irgendwann hat das einer gerufen, und dann war das so“, sagt der wohl erfolgreichste Fußballer, der in der Nachkriegszeit für den Spielverein 06 Kassel die Stiefel schnürte.

Pilz, seit dem 1. Januar 1947 Mitglied beim Spielverein und inzwischen 78 Jahre alt, spielte mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft der Rothenditmolder und wechselte 1955 zum KSV Hessen. Dort wurde er Vertragsspieler und spielte erfolgreich in der damaligen 2. Liga Süd, unter anderem auch mit Nationalspieler Karl-Heinz „Gala“ Metzner. Drei Jahre später wechselte „Scherri“ Pilz nach Mannheim, wo er 1960 mit den Waldhof-Buben in die Erste Liga aufstieg.

1962 kehrte „Scherri“ nach Kassel zurück und ging ganz selbstverständlich wieder zum Spielverein und nach Rothenditmold, wo er heute noch wohnt. Ein Jahr später wurde das Team von den drei Brücken Meister der Kreisliga A. 1971 schaffte der Spielverein den Sprung in die Gruppenliga und Pilz beendete seine Laufbahn in der ersten Mannschaft. Logisch, dass er dann noch bei den Altherren am Ball blieb. Später spielte er zusätzlich auch Tennis. Doch heute geht das alles nicht mehr. „Die Knochen machen nicht mehr mit“, sagt Pilz.

Natürlich gibt es viele Erinnerungen, Pilz hat Zeitungausschnitte, Bilder und Urkunden aus seiner aktiven Zeit. „Pilz wuchs überall aus dem Boden“ stand da zum Beispiel 1956 als Überschrift über dem Derby des KSV Hessen gegen die Spvgg. Olympia (5:0) in der Kasseler Zeitung. Die beste Erinnerung an die Mannheimer Zeit steht Gerhard Pilz seit 52 Jahren zur Seite, dort lernte er nämlich seine Ehefrau Ingeborg kennen.

Und eine Geschichte fällt Pilz, der eher bescheiden abwinkt, wenn man ihn nach den alten Zeiten fragt, dann noch ein. Er war zum Wandern im Ötztal. Auf einem Gipfel, „welcher weiß ich nicht mehr“, kam er mit einem Mitwanderer ins Gespräch. Auch über Fußball, und schließlich stellte sich heraus, dass sein Gesprächspartner Eckhard Saumweber war. Der war 1956 beim 2:0-Sieg des KSV Hessen über 1860 München Pilz’ Gegenspieler (siehe Foto links). Mehr Fotos von „Scherri“ Pilz unter: http://regiowiki.hna.de/Historische_Sportfotos#Fotos_aus_dem_Album_von_Gerhard_.22Scherri.22_Pilz

Von Peter Fritschler

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