Anlaufspur schon fertig

Willinger präparieren Schanze für Weltcup-Springen

Es wird weiß in Willingen: Lastzüge bringen im zweitägigen Dauereinsatz Schneeladungen vom Biathlon auf Schalke hinüber ins Upland. Foto:  Schütz/nh

Willingen. Zehn Tage vor Beginn des Willinger Skisprung-Spektakels wird es weiß am Mühlenkopf: Fünfachsige Lastzüge fahren seit dem Dienstagmorgen in großen Fuhren Schnee heran, mit dem die „Free Willis“ des Ski-Clubs nun in den nächsten Tagen die Schanze für den Weltcup präparieren werden.

Das weiße Gold wird über 185 Kilometer aus Gelsenkirchen herangekarrt, wo es am Montagabend noch den Biathleten auf Schalke als Geläuf diente. Unmittelbar nach der Siegerehrung dort hatte ein Willinger Team um Ski-Club-Präsident Wilhelm Saure und Jürgen Querl (Technischer Leiter der Gemeinde) in einer Nachtschicht damit begonnen, das gefrorene Nass zusammenzuschieben. Elf Lastzüge werden noch bis zum heutigen Abend im 30-Minuten-Rhythmus unterwegs sein, um pro Fahrt 45 Kubikmeter Schnee anzuliefern. Das Material wird im Auslauf der Schanze als Unterbau verwendet für frisches Material. So hat das auch bei Plustemperaturen Schnee arbeitende System „SnowFactory“ im Auslauf bereits 1000 Kubikmeter Schnee produziert.

„Die Meteorologen haben nun kontinuierlich kältere Temperaturen und ab dem kommenden Wochenende auch Frost vorausgesagt“, erklärte gestern Pressesprecher Dieter Schütz. Gute Aussichten also für die Willinger, dann mit den eigenen Schneekanonen den restlichen Schnee für den „Oberbau“ zu erstellen.

Bereits fertig ist der Anlauf. 100 Kubikmeter Schnee aus der Willinger Eissporthalle wurden von den Helfern auf der steilen Rampe verarbeitet. Nun wird die Spur auf konstant zehn Grad Kälte gekühlt, heute folgen die Fräsarbeiten an der Eisspur.

www.weltcup-willingen.de

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