Carolin Schäfer Deutsche Meisterin im Siebenkampf – Vanessa Grimm Dritte

„Wir haben Nordhessen ganz gut vertreten“

Carolin Schäfer aus Bad Wildungen beim Kugelstoßen.
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Alles im Griff: Carolin Schäfer aus Bad Wildungen beim Kugelstoßen.

„Ich glaube, wir haben Nordhessen ganz gut vertreten“, sagte eine gut gelaunte Vanessa Grimm aus Hofgeismar nach ihrem dritten Platz bei der Mehrkampf-DM.

„Das war der wichtigste Titel, der in diesem Jahr vergeben wurde – deshalb bedeutet mir der Sieg sehr viel“, sagte die für die LG Eintracht Frankfurt startende Carolin Schäfer, die zuletzt 2013 Deutsche Meisterin war. Von der ersten Disziplin an – den 100 Meter Hürden – lag die Vize-Weltmeisterin von 2017 in ihrem ersten richtigen Wettkampf unter dem Trainer-Duo Stefanie und Michael Kaul auf dem ersten Rang.

Bis auf die vorletzte (Speerwurf) und die letzte Disziplin (800 Meter), vor der sogar noch die Jahresweltbestleistung (Alina Shukh/6386 Punkte) drin war, legte die 28-Jährige aus Bad Wildungen sechs persönliche Saisonbestleistungen hin. „Bis zum Speerwurf, bei dem ich wohl bei böigem Wind zu viel wollte, war es durchweg positiv. Der Sieg hat gezeigt, dass der Wechsel in die Trainingsgruppe Kaul absolut richtig war“, bilanzierte Schäfer. „Wir sind auf dem richtigen Weg nach Tokio 2021.“ Nach übersprungenen 1,80 Meter im Hochsprung verzichtete die EM-Dritte von 2018 auf die letzten Versuche bei 1,83 Meter.

Vanessa Grimm sprach davon, dass es sich beim Landen in der Hochsprung-Matte so anfühlte, als ob man „in einem kalten See landet“. Die für den Königsteiner LV startende 23-Jährige erwies sich trotzdem als nervenstark und übersprang jeweils die 1,74 und die 1,77 Meter im dritten Versuch.

Die amtierende Mehrkampf-Hallenmeisterin, der zwei persönliche Bestleistungen (Hürden, Hochsprung) und drei persönliche Mehrkampf-Saisonbestleistungen (Kugel, Weitsprung, 800 Meter) gelangen, zeigte sich rundum zufrieden: „Die große Zitterpartie gab es in der fünften Disziplin. Nachdem mir dann aber im Weitsprung im dritten Versuch ein Sprung an die sechs Meter gelungen war, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“

Vanessa Grimm (6047 Punkte) erreichte ihre beiden Ziele, die sie sich gesteckt hatte: eine Medaille und erstmals die 6000-Punkte-Marke zu knacken. Bis auf die abschließenden 800 Meter hießen die jeweiligen Disziplin-Siegerinnen immer Schäfer (fünfmal) oder Grimm (einmal, Kugelstoßen). „6319 Punkte – ich bin super happy“, sagte Carolin Schäfer, die ihren letzten Siebenkampf im Mai 2019 absolviert hatte. (Von Sebastian A. Reichert)

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