Eintracht Baunatal am Samstag zu Gast bei der ESG Gensungen/Felsberg

Drittliga-Handballer treffen im Derby aufeinander

Baunatals Felix Geßner beim Torwurf während eines Derbys gegen die ESG Gensungen/Felsberg im Oktober 2020.
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Baunatals Felix Geßner lässt hier beim letzten Derby im Oktober 2020 Franco Rossel (links) und Christoph Koch (rechts) von der ESG Gensungen/Felsberg keine Chance zum Eingreifen.

Eine Sache ist ihm ganz wichtig: „Ich bin am Samstag kein Zuschauer, sondern Teil der Mannschaft“, sagt Felix Geßner. Der Top-Werfer des GSV Eintracht Baunatal ist immer noch verletzt, wird aber in der Kreissporthalle Gensungen (19.30 Uhr) mit dabei sein, wenn in der 3. Handball-Liga bei der ESG Gensungen/Felsberg das erste Nordhessenderby der neuen Saison über die Bühne geht.

„Ich reise mit der Mannschaft an, bin in der Kabine und später auf der Bank oder der Tribüne. Ein Derby ist immer etwas Besonderes, was man gewinnen will, aber insgesamt hoffe ich, dass wir und die ESG auch künftig in der 3. Liga spielen“, sagt der 30-Jährige.

Sehr zur Freude von Eintracht-Trainer Dennis Weinrich wird aber nicht nur Felix Geßner in Gensungen vor Ort sein. „Es ist gar nicht notwendig, sich mit taktischen Spielchen aufzuhalten. Die ESG erwartet, dass Marvin Gabriel und Phil Räbiger spielen, und genauso wird es kommen“, sagt Weinrich.

Während Gabriel am vergangenen Wochenende beim Saisonstart immerhin fast eine Halbzeit spielte, musste Räbiger nach Wespenstich und Oberschenkelzerrung komplett passen. „Ich habe die Woche über schon mittrainiert und stehe da zur Verfügung, wo ich gebraucht werde“, sagt der Rückraumlinke jetzt. „Ich freue mich vor allem auf die Zuschauer und die Derby-Atmosphäre. Es ist einfach schön, dass wir so ein Spiel hier in der Region haben“, meint Räbiger, der von Animositäten nichts wissen will. „Ich habe viele Freunde bei der ESG, und so soll es auch bleiben“, sagt der 31-jährige Lehrer.

Neben Räbiger gilt auch Marian Mügge als gesetzt. Nach einigen schwachen Minuten zu Beginn des ersten Saisonspiels hat der Baunataler Torwart seine Ambitionen auf die Nummer Eins eindrucksvoll untermauert, woran auch Dennis Weinrich keinen Zweifel lässt. „Nach einem durchwachsenen Start hat Marian alle Fehler ausgemerzt. Ihm ist klar, dass bei den klaren Wurfpositionen keine Fehler passieren dürfen. Wir wollen auch am Samstag Akzente setzten und die ESG in Abschlusssituationen bringen, die wir kontrollieren. Da wird Marian voraussichtlich von Anfang an dazugehören“, schenkt Weinrich seinem Torhüter das notwendige Vertrauen.

Verzichten muss die Eintracht neben Geßner auch weiter auf Lasse Reinhardt. Optimistisch ist Weinrich aber dennoch. So habe sich durch den Einsatz von Jan Erik Kleinschmidt im Mittelblock „eine neue Tür geöffnet“. Trotz der Anspannug vor dem Derby, bei dem die Region genauer hinschaue als sonst, will Weinrich die ESG nicht unterschätzen: „Die Stimmung ist aufgeheizt. Es herrscht viel Druck.“ (Martin Scholz)

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