Wurfgewaltiger Stürmer

Ehemaliger Harleshäuser Handballer Manfred Nagelschmitt feiert 75. Geburtstag

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Energisch: Manfred Nagelschmitt (Mitte) kommt in dieser Szene gegen zwei Abwehrspieler der SG Dietzenbach zum Wurf. Heute feiert der ehemalige SVH-Stürmer seinen 75. Geburtstag. 

Kassel. Wenn Manfred Nagelschmitt heute 75 Jahre alt wird, feiert er seinen Geburtstag vielleicht in einem Boot auf den Wellen der Adria.

Das jedenfalls vermutet sein Sohn Dirk, der berichtet, dass seine Eltern vor etwa zehn Tagen zu ihrem Lieblings-Urlaubsort an die Küste Kroatiens aufgebrochen seien und dort noch etwa eine Woche verbringen würden. In diesem Urlaubsort besitzt die Tante des ehemaligen SVH-Trainers Iljo Duketis ein Anwesen, „wo sich’s meine Eltern meist zweimal im Jahr gutgehen lassen“, erzählt der 54-Jährige, der früher Handball-Schiedsrichter war.

Vater Manfred ist den älteren Handball-Fans als wurfgewaltiger Stürmer der SVH Kassel ein Begriff. Zusammen mit Jockel Bock und dem kürzlich verstorbenen Ewald Fendler bildete er Anfang der 70er-Jahre ein torgefährliches Angriffs-Trio. Die Harleshäuser schafften es 1973 bis ins Großfeld-Finale, in dem sie in Wetzlar dem TV Großwallstadt 10:13 (9:9) nach Verlängerung unterlagen.

Bevor Manfred Nagelschmitt 1970 an den Harleshäuser Baumhof kam, machte er sich als Mehrkampftalent einen Namen. Während seiner Bundeswehrzeit in Rotenburg (Fulda) ließ er mit 7,21 Meter im Weitsprung, 2,01 Meter im Hochsprung und 68 Meter im Speerwerfen aufhorchen. „Doch mir machte der Mannschaftssport einfach mehr Spaß“, begründete er einmal seinen Wechsel ins Handballlager.

Täglich auf dem Heimtrainer

Der einst so topfitte Sportler lässt es heute behutsam angehen. Nach einer Herzoperation 2005, vier Bypässen und einer Ende des vergangenen Jahres eingesetzten neuen Hüfte ist er in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Dennoch sitzt er in seiner Wohnung am Kasseler Rothenberg fast täglich auf seinem Heimtrainer.

Von Günter Grabs

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