1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Kassel

Was beim Yogasommer wichtig ist: Sonne, Wurzeln, Insekten(spray)

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Frank Ziemke

Kommentare

Eine Wiese, viele Yogis: So voll wie hier am Bleichewall in Northeim ist es auch an anderen Yogasommer-Standorten.
Eine Wiese, viele Yogis: So voll wie hier am Bleichewall in Northeim ist es auch an anderen Yogasommer-Standorten. © Hubert Jelinek

Der HNA-YOGASOMMER bewegt an 16 Standorten 2000 Teilnehmer pro Woche in der Region. Hier ein paar Dinge, die zum Yoga im Freien einfach dazugehören

Drei Wochen sind bereits um. Der Yogasommer unserer Zeitung verzaubert die Region. An den 16 Standorten bewegen wir pro Woche 2000 Teilnehmer. Tendenz: steigend. Schon jetzt erreichen die Redaktion neue Bewerbungen für das kommende Jahr. Yoga ist weiter auf dem Vormarsch. Gerade in diesen Zeiten. Weil es beweglich macht und kräftigt. Weil es entspannt und zugleich anregt. Hier eine kleine Auswahl an Dingen, die beim HNA-Yogasommer eine besondere Bedeutung haben:

Sonne

Natürlich braucht die Natur Regen. Wir haben derzeit wieder einmal viel zu wenig davon. Aber bitte nicht um 18.30 Uhr oder zu den anderen Uhrzeiten, an denen die Yogastunden starten. Aber die Sonne, vor allem die der Abendstunden, macht Yoga einfach noch einmal ein Stück besonderer. Wenn der Blick in den blauen Himmel geht, der Körper bei der Schlussentspannung gewärmt wird, dann startet der Abend noch ein Stück entspannter.

Bäume

Und damit ist jetzt nicht nur die Übung des Yogas gemeint, bei der auf einem Bein stehend Gleichgewichtssinn und Konzentration gefordert sind. Bäume spenden Schatten, wenn die Sonne dann doch zu kräftig scheint. In den Bäumen rauscht der Wind, sitzen Vögel und beobachten, was die da unten auf der Wiese für Verrenkungen machen. Für Bäume gilt: Die Wurzeln halten alles zusammen. Bei vielen Yogaübungen ist das ähnlich: Die Füße wurzeln in der Erde, der Kopf strebt in den Himmel.

Insekten

Viele Haltungen des Yoga haben Bezüge zur Tierwelt. Der Hund als wohl klassischste Übung, die Katze, die Kobra, das Kamel, die Taube. Beim Yogasommer gesellen sich aber auch die Insekten dazu. Das ist mal schön, wenn auf dem Rücken liegend ein Schmetterling vorbeiflattert. Mal kribbelig, wenn Ameisen ihre Wege mit deiner Matte kreuzen. Und ja, es wird manchmal auch lästig. Wenn dich Mücken umschwirren. Wenn der Stich einer Bremse in den Oberschenkel schmerzt. Deshalb gehört zum Yogasommer auch: Insekten abwehrendes Spray!

Soundanlage

Die Teilnehmerzahlen des Yogasommers sind an vielen Standorten regelmäßig dreistellig. Da ist es wichtig, dass die Lehrerinnen und Lehrer gut zu verstehen sind. Technik hat jedoch ihre Tücken. Das Headset verliert die Verbindung. Eine Batterie ist leer. In Kassel fiel kürzlich die komplette Soundanlage aus. Lehrerin Jutta Pauksch musste ihre Ansagen eine halbe Stunde lang fast schreien – vor allem bei der Schlussentspannung gar nicht so einfach. Sie machte das mit Geduld und Humor. Es war dann ja auch eine Art Stimmbandyoga.

Offenheit

Yoga muss stets auch mit Vorurteilen kämpfen. Zu soft. Zu viel „Om“. Zu wenig Sport. Kann alles stimmen. Kann aber alles auch völlig falsch sein. Ein wichtiges Zauberwort für den Yogasommer ist Offenheit. Sich einlassen auf Neues. Aber auch sortieren. Yoga bietet eine riesige Vielfalt. Das bedeutet auch: Für nahezu jeden ist etwas dabei. Bei der einen Lehrerin geht es extrem sportlich zu, bei der anderen eher soft? Probier aus. Und such dir aus, was dein Yoga sein kann. Sei offen. Niemand nimmt dir übel, wenn dir etwas nicht gefällt. Auffällig in diesem Jahr: Die Offenheit der Männer steigt. Klar, sie sind noch immer deutlich in der Unterzahl. Aber es werden mehr. Kleines Anschubargument für die, die noch zögern: Zum Trainerteam nahezu jedes Fußball-Bundesligisten gehört mittlerweile auch ein Yogalehrer. Denn Yoga senkt die Verletzungsanfälligkeit.

Spenden

Wir werden nicht müde, das zu betonen: Die Teilnahme am Yogasommer ist kostenlos. Aber die Yogaszene ist von Corona hart getroffen. Wir freuen uns deshalb über jede Spende für die Lehrerinnen und Lehrer. Also: Hin und wieder das Portemonnaie mitbringen zur abendlichen Yogastunde, das hilft allen, die hier ihr Können und Wissen zur Verfügung stellen und beste Werbung für ihre Sache machen. (Frank Ziemke)

Auch interessant

Kommentare