Erstes Heimspiel für Vellmarer Volleyballer seit fast zwei Jahren

SSC Vellmar bejubelt ersten Heimsieg nach langer Pause

Endlich wieder ein Heimspiel: Die Vellmarer (von links) Joost Stitz, Marc Löber, Leon Winkler, Markus Ludwig (Nr. 5), Phil Hotho und Karim Goldmann freuen sich über den 3:0-Sieg gegen Rheinhessen.
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Die Vellmarer Volleyballer Joost Stitz (von links), Marc Löber, Leon Winkler, Markus Ludwig (Nr. 5), Phil Hotho und Karim Goldmann freuen sich über den 3:0-Sieg gegen Rheinhessen.

Endlich wieder ein Heimsieg für die Regionalliga-Volleyballer des SSC Vellmar. Dass die Sehnsucht nach fast zwei Jahren endlich gestillt wurde, freute die Vellmarer freilich. Dass dabei ein ungefährdeter 3:0-Sieg gegen die SG U.N.S. Rheinhessen heraussprang, rundete einen nahezu perfekten Abend für den Regionalligisten ab. Wir waren vor Ort.

Noch sind die großen Trommeln stumm. Die Schlägel liegen aber schon bereit. Auf der Tribüne, die sich nach und nach füllt, werden die ersten Kaltgetränke gezischt. Allgemeine Ausgelassenheit – auch auf dem Spielfeld. Vellmars Trainer Dierk Fooken unterhält sich mit dem Schiedsrichtergespann, seine Schützlinge wärmen sich breit grinsend auf. Im Wechsel servieren Timo Breithaupt und Marc Löber ihren Mitspielern die Bälle. Und die gehen nicht gerade zimperlich mit den gelb-blauen Bällen um. Mit Karacho fliegen diese übers Netz. Zehn Minuten bis zum Anpfiff. Fooken hat inzwischen auf der Bank Platz genommen, kramt in seiner Zettelwirtschaft herum. Ob er den Matchplan sucht? Als die Hintergrundmusik verstummt, bilden die Vellmarer einen Kreis. Letzte Anweisungen, dann geht’s los.

Und die, die so lange auf dieses Heimspiel gewartet haben, sind direkt voll da. Ruckzuck steht es 6:1. Schnell wird deutlich: Vellmar hat sich einiges vorgenommen. Und die Gäste? Die wirken zunächst wie ein Sparringspartner – brauchen eine Weile, um ins Spiel zu finden. Ähnlich wie die Trommler auf der Tribüne, die erst Mitte des ersten Satzes auf Betriebstemperatur zu sein scheinen. Eine kleine Schwächephase übersteht Vellmar schadlos, der erste Satz endet 25:22. Genauso wie der Zweite.

„Beim Volleyball geht es viel ums Momentum“, sagt später Mittelblocker Mika Wiemers. Und das ist größtenteils auf der Seite der Gastgeber, die sich von den etwa 100 Zuschauern nun lautstark anfeuern lassen. Aber trotz der Unterstützung von den Rängen bleibt den Gastgebern im dritten Satz ein kleines Wechselbad der Gefühle nicht erspart: Rückstand, Führung, Ausgleich, Rückstand. „Wir sind in dieser Phase ruhig geblieben“, nennt Löber nur einen Grund, warum auch der dritte Satz schließlich ein glückliches Ende für den SSC bereitgehalten hatte.

Mit einem überragenden Block und vereinten Kräften stoßen die Vellmarer Löber und Wiemers die Tür zum Sieg auf (24:23). Die letzte Aktion gehört den Gästen, die den Ball aber ins Aus befördern und dem SSC so den dritten Sieg im vierten Spiel bescheren. „Mit dem Saisonstart können wir voll zufrieden sein“, erklärt Wiemers, der heute zu den auffälligsten Akteuren zählte. Sein Kapitän ergänzt: „Unsere Aufschläge und die Mittelblocker waren der Erfolgsgarant.“ (Von Raphael Wieloch)

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