Fußball-Hessenligist gewinnt wie im Vorjahr den Hütt-Cup – 1:0-Finalsieg gegen Eintracht Baunatal

Zukorlic lässt Lohfelden jubeln

So sehen Sieger aus: Die Hessenliga-Fußballer des FSC Lohfelden feiern den Gewinn des Hütt-Cups. Foto:  Fischer

Baunatal. Nach 2016 hat sich Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden erneut den Hütt-Cup gesichert. Gegen Gastgeber GSV Eintracht Baunatal gewann die Mannschaft um Co-Trainer Daniel Beyer knapp, aber hochverdient mit 1:0. „Wir sind zwei Wochen vor Saisonbeginn auf einem guten Weg“, sagte der 34-Jährige nach dem Turniersieg.

In einem einseitigen Finale erzielte Nasuf Zukorlic den entscheidenden Treffer für den Hessenligisten (10.). Die ersatzgeschwächten Baunataler spielten verletzungsbedingt 40 Minuten lang in Unterzahl. Entlastungsangriffe gegen einen den spielstarken Gegner waren Mangelware. Das Turnier im Überblick:

Eintracht gewinnt Derby

Die wohl größte Überraschung des ganzen Turniers gelang Ausrichter Eintracht Baunatal im Halbfinale. Im Stadtduell gegen den zwei Klassen höher spielenden KSV Baunatal setzte sich die Mannschaft vom neuen Trainer Thomas Kraus verdientermaßen 1:0 durch. Nach schöner Vorarbeit von Trainersohn Tim Kraus spitzelte Marlon Reith den Ball am KSV-Torwart vorbei und erzielte den entscheidenden Treffer. Das Leder lag im Netz – die Zuschauer waren aus dem Häuschen. Der KSV rannte noch mal an. Wirklich zwingend vor dem Eintracht-Tor wurde es am Ende aber nicht mehr. Die Überraschung war perfekt, und das Finalticket für die Baunataler Eintracht gelöst. Lohfelden mit Mühe

Florian Evers von der SVG Göttingen hatte im Halbfinale gegen den FSC Lohfelden die Führung auf dem Fuß. Seinen Foulelfmeter parierte aber FSC-Schlussmann Mathias Opfermann glänzend. Wenige Minuten später folgte der Doppelschlag der Lohfeldener. Lukas Iksal besorgte die Führung (21.), ehe er das Ergebnis kurz darauf hochschraubte (24.). Ausgerechnet Evers erzielte kurz vor Schluss den Anschlusstreffer mit einem ansehnlichen Schuss in den Winkel. Es blieb aber schließlich beim 2:1 für Lohfelden. Erst Taufe, dann Fußball

Eigentlich stand Eintracht Baunatals Jörn Katluhn nicht auf dem Spielberichtsbogen. Seine Nichte feierte Taufe – er war also verhindert. Aus Spielermangel rief ihn Trainer Kraus aber trotzdem an. Den Kuchen schob Katluhn zur Seite – rasch ging es auf die Langenbergkampfbahn. Letztlich konnte auch er nichts an der Finalniederlage ändern. „Wir haben uns gegen den klaren Favoriten gut verkauft. Und das mit einem Mann weniger“, erklärte Katluhn. Fahrlässig vor dem Tor

Eigentlich hätte Lohfelden das Finale höher gewinnen können, ja müssen. Zu verspielt vergab der Hessenligist aber einen Hochkaräter nach dem anderen. Nach Belieben kombinierte sich der FSC in den gegnerischen Strafraum. Aber nur einmal klingelte es. Gut für Lohfelden, dass Zukorlic die Hereingabe von Hüseyin Cakmak verwertete. Wer weiß, wie das Spiel ansonsten geendet wäre.

Von Raphael Wieloch

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