Naumann erzielt elf Tore

Frauen der HSG Zwehren/Kassel besiegen Wettenberg

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Hoffnungsvoller Blick: Zwehrens Sarah Panhans (unten) hat sich gegen Katharina Maria Till durchgesetzt. 

Kassel. Das war ein Spiel für Krimi-Fans: Die Oberliga-Handballlerinnen der HSG Zwehren/Kassel bezwangen vor heimischer Kulisse die HSG Wettenberg 22:21 (10:11). 

Erleichtert lagen sich die Zwehrenerinnen nach dem Schluss in den Armen – ein Kampfspiel mit Happy End. Zugegeben, schönen und attraktiven Handball bekamen die Zuschauer in der Heisebachhalle nicht geboten. Entschädigt wurden sie aber durch einen mitreißend leidenschaftlichen Auftritt der HSG im zweiten Spielabschnitt. Trainer Gunnar Kliesch fand in seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte. Denn in der ersten Hälfte hatten sich seine Schützlinge sehr schwergetan. So schwer, dass das Kreieren von Chancen in Halbzeit eins Seltenheitswert hatte. Nach zehn Minuten standen nur zwei Tore auf der Habenseite. Es fehlte das Tempo und die Zielstrebigkeit. Vielleicht auch die Kreativität. „Da ist kein Biss drin“, machte ein Mann aus dem Publikum seinem Unmut Luft. Und er hatte nicht ganz unrecht. Wettenberg verbarrikadierte das Tor und Zwehren fand keine Lücken. Zur Pause lagen die Gastgeberinnen 10:11 hinten.

Was daraufhin folgte, waren aber die Tugenden, die Zwehren schon in der Vergangenheit auszeichnete und auf die es sich wieder besinnte: Kampf und Leidenschaft. Plötzlich gab es Überraschungsmomente, es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es klappte zwar nicht alles, die Fehlerquote war auf beiden Seiten hoch. Aber es blieb spannend. Zwischenzeitlich führte Zwehren 19:15.

Wettenberg kam über seine dynamischen Einzelspielerinnen aber zurück. Noch zwei Minuten zu spielen: 22:21 für die Kliesch-Sieben. Ein unnötiger Ballverlust im Vorwärtsgang und Wettenbergs Theresa Pohl lief alleine auf Torfrau Katja Zeller zu. Ein sicherer Treffer – von wegen. Mit einem herausragenden Reflex vereitelte Zeller den Ausgleich. Ein Freiwurf der Gäste, der das Tor aber knapp verfehlte, war die letzte Aktion des Spiels.

Kliesch freute sich über den zweiten Sieg in Folge: „Am Ende hat sich das Team für eine leidenschaftliche Leistung belohnt. Es war ein absolutes Kampfspiel.“ Zwehren: Zeller, Fischmann – Küster 1, Eichhofer 2, Tampe 1, Naumann 11/7, Panhans 3, Lattemann 1, Hoppe 3, Alter.

Von Raphael Wieloch

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