Egli Milloshaj und Tom Samson von Hessenligist KSV Baunatal laborieren an einem Mittelfußbruch

Zwei Spieler, dieselbe Verletzung

Da ist es passiert: Baunatals Egli Milloshaj wird von Physiotherapeut Christian Bielert am Spielfeldrand behandelt. Foto:  Schachtschneider

Baunatal. Es passierte unlängst im Hessenliga-Derby beim FSC Lohfelden. Binnen fünf Minuten Mitte der ersten Halbzeit. Und es erwischte zwei Fußballer aus der gleichen Mannschaft, nämlich den Gästen vom KSV Baunatal. Erst erlitt Egli Milloshaj einen Mittelfußbruch, kurz darauf Tom Samson. Beide am fünften Knochen (siehe Stichwort). Milloshaj traf es ohne gegnerische Einwirkung bei einem Richtungswechsel, Samson im Zweikampf.

„Ich habe sofort gefühlt, dass etwas gebrochen war. Und auch unser Physio Christian Bielert hat das gleich erkannt“, berichtet Milloshaj. Per Krankenwagen wurde der 24-Jährige umgehend ins Elisabeth-Krankenhaus gebracht. „Vor der Abfahrt habe ich sogar noch zweimal den Lohfeldener Torjubel zum 2:1 und 3:1 gehört“, erinnert sich der offensive Mittelfeldspieler an die bitteren Minuten.

Mit Gips konnte der Italiener albanischer Abstammung die Klinik noch am Abend verlassen. Dieser ist inzwischen wieder ab, Milloshaj trägt nun für fünf Wochen eine Schiene.

Nicht ganz so weit ist Samson, der die Schiene am Donnerstag angepasst bekommt. Anders als sein Teamkamerad hielt er in Lohfelden bis zum Ende durch. „Ich dachte, es wäre nicht so schlimm. Da sieht man, was das Adrenalin im Körper ausrichten kann“, sagt der 22-Jährige leicht amüsiert. Aber am übernächsten Tag war der Fuß dick, das Auftreten kaum noch möglich und der Gang zu Mannschaftsarzt Dr. Schafdecker unumgänglich. Das Röntgenbild brachte dann Klarheit.

„Ich dachte, es wäre nicht so schlimm. Da sieht man, was das Adrenalin im Körper ausrichten kann.“

Tom Samson, KSV Baunatal

Anders als Milloshaj ist Samson bereits wieder zu Scherzen aufgelegt und hat den Schock halbwegs verdaut. „Egli hat sich gewundert, wie man mit einer solchen Verletzung weiterspielen kann. Die anderen haben geflachst, dazu brauche es Männer. Er sei wohl ein Weichei“, sagt der Abwehrspieler.

Das Heimspiel ihrer Baunataler am Samstag gegen Griesheim erlebten die Verletzten mit Krücken sowie den gesperrten Patrick Krengel und Daniel Borgardt auf der Tribüne mit. „Das wollten wir uns nicht nehmen lassen und saßen sozusagen auf der Invalidenbank.“ Den 5:1-Sieg empfanden sie als kleines Trostpflaster.

In der Winterpause können Milloshaj und Samson vermutlich wieder ins Training einsteigen und die Gehhilfen weglegen. „Die sind zwar lästig, aber so kommen wir wenigstens mit starken Oberarmen zurück“, gewinnt Samson der Misere eine positive Seite ab.

Von Wolfgang Bauscher

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