Handball-Oberligist fehlt die Konstanz

Zwischenbilanz: Die Abwehr des TSV Vellmar ist jetzt stabiler

Rückhalt: Auf Christian Gumula im Tor des TSV Vellmar ist Verlass.
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Rückhalt: Auf Christian Gumula im Tor des TSV Vellmar ist Verlass.

Im schlimmsten Fall steigen aus den beiden Gruppen der Handball-Oberliga insgesamt vier Mannschaften ab. Bis die Entscheidung darüber gefallen ist, wird es aber noch ein Weilchen dauern. Die Gruppenphase wird am 20. Februar beendet, vom 5. März bis zum 15. Mai steigen dann die Spiele in den Playoffs und -downs.

Zur Halbzeit der Gruppenspiele liegt der TSV Vellmar mit 4:10 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz, würde nach dem aktuellen Stand in die Abstiegsgruppe kommen. Das dürfte wohl auch nach dem 20. Februar so sein.

Da die Ergebnisse gegen die Teams, die mit nach unten gehen, mitgenommen werden, sieht es für den TSV in der Abstiegsrunde gar nicht so schlecht aus. Einziger Wermutstropfen ist die klare Niederlage in Wettenberg. Wenn man davon ausgeht, dass Wettenberg, Bruchköbel und Großenlüder/Hainzell mit in die Playdowns gehen, dann würde diese doppelt wiegen.

In der Gruppe Süd hat sich zur Halbzeit die TSG Offenbach-Bürgel mit 11:3 Punkten etwas abgesetzt. Dahinter rangieren punktgleich der TuS Dotzheim und die HSG Hanau II (9:5). Dann kommt Obernburg (8:4) vor Breckenheim/Wallau/Massenheim (7:7), der MSG Umstadt/Massenheim (6:6), der TSG Münster (4:10) und der SG RW Babenhausen (0:14).

Der TSV Vellmar, der nach der Saison 2019/20 aufgrund der Corona-Regelungen des hessischen Verbandes in der Oberliga verblieb, wird es auch in dieser Saison schwer haben, den Klassenerhalt zu schaffen. Allerdings hat Vellmar jetzt schon mehr gepunktet als in der Saison 2019/20, in der der TSV nur den Sieg in Breckenheim verzeichnete. Wichtig für die Nordhessen sind die Punkte gegen Großenlüder/Hainzell (Sieg) und Bruchköbel (Remis), ohne Wert bleibt bisher das Unentschieden gegen Petterweil.

Grundsätzlich sind die Auftritte des TSV gegenüber der Abbruchsaison besser geworden. Besonders die Abwehr hat sich inzwischen mehr zusammengefunden und steht als Block. Aber auch in der offensiven Variante, wie gegen Petterweil demonstriert, ist man sicherer geworden. Ganz davon abgesehen, dass auf die beiden Torhüter Christian Gumula und Martin Herwig mehr als Verlass ist. Im Angriff hat Vellmar die Fehlerquote beim Passspiel und beim Abschluss enorm gesenkt.

Großes Manko ist die fehlende Konstanz im Spiel. Dann arbeitet die Abwehr nicht im Verbund, wird im Angriff schwach abgespielt und überhastet abgeschlossen. Grundsätzlich sind das nur noch Ausnahmen, aber manchmal können vier, fünf schwache Minuten dem Spiel einen anderen Verlauf geben.

Wie sagte TSV-Trainer Abraham Rochel nach der Niederlage in Kleenheim: „Wir haben mit unserem kleinen Kader nicht viele Alternativen und wir haben nur einen Linkshänder, da stoßen wir dann doch schon mal an unsere Grenzen.“ Genau das ist der Punkt: Fallen Spieler aus, sinken die Alternativen, auf die Spielweise des Gegners zu reagieren. Dann wird der Druck auf die Mannschaft groß und sie macht Fehler.

Am 9. Januar beginnt die Rückrunde mit der Partie bei Großenlüder/Hainzell. Und am 16. Januar kommt Wettenberg nach Vellmar. Das könnte nach dem aktuellen Stand das Schlüsselspiel der Rückrunde werden. (Peter Fritschler)

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