KSV als 13. in die Corona-Pause

Zwischenbilanz: Fußball-Hessenligist Baunatal hat langsam die Kurve bekommen

Kurz vor der Flanke: Patrick Krengel (links, hier gegen Steinbachs Pascal Manss) ist mit drei Treffern der erfolgreichste Baunataler Torschütze in der bisherigen Saison.
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Kurz vor der Flanke: Patrick Krengel (links, hier gegen Steinbachs Pascal Manss) ist mit drei Treffern der erfolgreichste Baunataler Torschütze in der bisherigen Saison.

Es ist keine einfache Saison für den KSV Baunatal. Der Fußball-Hessenligist erwischte einen schwachen Start, stand zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Platz. Und als das Team von Trainer Tobias Nebe langsam die Kurve bekommen hatte, wurde die Spielzeit unterbrochen.

Baunatal - Die Spielzeit pausiert bis mindestens Ende des Jahres. Immerhin haben die Nordhessen die Abstiegsplätze verlassen, stehen derzeit auf Rang 13. Wir schauen zurück auf die bisherige Saison und geben einen Ausblick.

Die Bilanzen

Bei einem Blick auf die Statistiken des KSV fällt einem sofort der Vergleich zwischen Heim- und Auswärtsbilanz ins Auge. „Vielleicht sollten wir nur noch auswärts spielen“, sagt KSV-Rechtsverteidiger Patrick Krengel schmunzelnd. Der Grund für seinen natürlich nicht ernst gemeinten Vorschlag sind die folgenden Zahlen: Die Baunataler holten nur einen Punkt aus fünf Heimspielen, auswärts blieben sie in sechs Partien ungeschlagen – als einziges Team der Liga. So stehen sie in der Heimtabelle auf dem letzten Platz, in der Auswärtstabelle mit zwölf Zählern auf Rang drei. Was der Grund für diesen krassen Unterschied ist, ist auch für die Baunataler ein Rätsel. „Auswärts kann es gern so bleiben, zu Hause muss es natürlich besser werden“, sagt Nebe.

Die Serien

Es ist eine kuriose Serie: In den ersten sieben Spielen gerieten die Baunataler immer mit 0:1 in Rückstand. Immer in der ersten Halbzeit, meist mit dem ersten Schuss des Gegners. „Da fing dann natürlich jedes Mal der Kopf an zu rattern. Wir waren verkrampft und haben häufig keine klugen Entscheidungen vor dem Tor getroffen“, sagt Krengel.

„Wir sind extrem schlecht in die Saison gestartet“, sagt Nebe. So waren die Baunataler erst mal vier Spiele sieglos – bis zum 4:3-Erfolg in Neuhof. „Gerade den Heimniederlagen gegen Steinbach und Flieden sind wir lange hinterhergelaufen“, sagt Nebe. Hinzu kam Verletzungspech und einige Sperren. Aber der KSV steigerte sich – blieb die letzten vier Spiele vor der Pause ohne Niederlage, gewann sogar die beiden letzten Partien. „Wir hatten eine gute Form, waren auf einem guten Weg und wurden dann durch die Pause gestoppt. Aber es war abzusehen und nachvollziehbar, dass diese gekommen ist“, sagt Nebe. Krengel fügt hinzu: „Wir hatten uns gerade stabilisiert und es war daher schade, dass die Pause kam. Aber es war die richtige Entscheidung.“

Die Torschützen

14 Treffer haben die Baunataler erzielt – von zehn verschiedenen Torschützen. In der internen Torschützenliste steht mit Krengel ein Abwehrspieler vorn. Bereits dreimal traf der 24-Jährige. „Das hat mich selbst überrascht. Ich hatte vor der Saison nicht gedacht, dass ich so häufig treffen würde“, sagt Krengel, der dabei zwei Freistöße direkt verwandelte. In der Liste folgt mit Kapitän Daniel Borgardt ein weiterer Defensivspieler und mit Manuel Pforr ein Stürmer – beide haben zweimal getroffen. Krengel und Borgardt sind zudem die beiden einzigen Spieler, die in allen 990 Minuten auf dem Platz standen.

Der Ausblick

„Es kann derzeit niemand seriös sagen, wie es weitergeht“, sagt Nebe. „Und das macht natürlich eine Trainingsplanung schwierig.“ Seine Spieler halten sich erst mal mit individuellen Laufeinheiten fit und schicken ihre Daten dem Trainer. „Wir fiebern natürlich alle dem Tag entgegen, an dem wir wieder spielen können“, sagt Krengel und fügt hinzu: „Aber das darf nicht auf Gedeih und Verderb geschehen. Es bringt ja nichts, wenn dann die Infektionszahlen wieder hochschießen.“ (Manuel Kopp)

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