Verletzungen und Sperren werfen Klub zurück

Zwischenbilanz: Fußball-Verbandsligist SV Türkgücü Kassel steckt doch wieder im Abstiegskampf

Zu selten: Herr der Lage blieben die Türkgücü-Spieler wie Enver Maslak (links) und Naci Kara wie hier gegen Vellmars Serkan Aytemür nicht oft genug.
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Zu selten: Herr der Lage blieben die Türkgücü-Spieler wie Enver Maslak (links) und Naci Kara wie hier gegen Vellmars Serkan Aytemür nicht oft genug.

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Türkgücü Kassel kämpften schon in der vorigen Saison gegen den Abstieg. Auch diesmal finden sie sich im Kampf um den Klassenerhalt wieder.

Kassel - Zwei Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen – so lautete die ernüchternde Bilanz des Nordstadtklubs zum Zeitpunkt der coronabedingten Saisonunterbrechung. Damit belegt Türkgücü als 16. einen Abstiegsplatz. Warum nicht mehr als acht Punkte heraussprangen? „Wir hatten eine Menge Ausfälle durch Verletzungen und Rote sowie Gelb-Rote Karten. Da hätten wir auf einigen Positionen Verstärkung gebraucht. Zu viele Mannschaften sind daher einfach stärker als wir“, sagt Onur Böyükata. Dennoch bescheinigt der Kapitän seinem Team aufsteigende Tendenz. „Umso bedauerlicher, dass wir zuletzt gegen Hombressen und den CSC 03 jeweils eine 2:0-Führung noch verspielt haben“, sagt er.

Was dem Kapitän am Spiel seiner Elf nicht behagte, drückt Böyükata so aus: „Uns fehlt ein System, mit dem wir besser aus der Defensive heraus kombinieren. Stattdessen spielen wir die Bälle zu schnell hinten raus.“ Zu oft habe Türkgücü lediglich auf gegnerische Fehler gewartet und auf Konter gesetzt. Vorn konnte es selbst Enver Maslak nicht immer richten. Der Angreifer weist mit neun Toren in zehn Begegnungen eine überragende Quote auf und sorgte für mehr als die Hälfte aller Treffer seiner Mannschaft (16).

Die Zwangspause begrüßt Böyükata nicht. „Wir hätten lieber durchgespielt. Uns haben schon vorherige Pausen nicht gutgetan. Und immer nur laufen, laufen, laufen ist doch öde.“

Vielleicht aber gibt ja der neue Trainer Ralf Rößler der Mannschaft frische Impulse. Nachdem der bisherige Coach Hüseyin Üstün Anfang November zurückgetreten war, wurde Türkgücü auf der Suche nach einem Nachfolger schnell fündig und holte den 59-Jährigen. Diesem bleibt wohl genügend Zeit, das Team auf die Mission Klassenerhalt vorzubereiten. (Wolfgang Bauscher)

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