Erste Viertel der Saison ist rum

Zwischenbilanz der heimischen Fußball-Ligen: Aufsteiger im Aufwind

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Hatten häufig Grund zum Jubel: Marlon Reith (vorn) und Eintracht Baunatal, hier nach dem 1:0-Führungstor beim SV Kaufungen.

Kassel. Acht beziehungsweise neun Spieltage sind in den heimischen Fußball-Ligen gespielt – rund ein Viertel der Saison. Dies nehmen wir zum Anlass, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Verbandsliga

Stand der Dinge: Die Aufsteiger TSG Sandershausen und Eintracht Baunatal mischen prächtig mit und stehen besser da als manche Etablierten. Schwer kam der OSC Vellmar ins Rollen und musste nach einem Zwischenhoch gerade die vierte Niederlage hinnehmen. Am weitesten unten findet sich der SV Kaufungen wieder. Mit dem Derbysieg am Sonntag über den CSC 03 rückten die Lossetaler immerhin vor auf Rang 14. Wie in der vorigen Rückserie finden die 03er nicht zu Stabilität.

• Die Überraschungen: Sandershausen holte als Vierter 14 Punkte aus acht Partien, Baunatal (11.) elf Zähler aus sieben Spielen. Beide Neulinge kassierten zudem die wenigsten Gegentore.

• Der Ausblick:Derzeit ist es kaum vorstellbar, dass einer der heimischen Vertreter noch in den Titelkampf eingreifen kann. Vorn ziehen der SV Steinbach und Barockstadt II davon. Weil die Liga ansonsten sehr ausgeglichen erscheint, dürfen sich aber auch die momentan gut platzierten Mannschaften auf dem Weg zum Klassenerhalt nicht sicher fühlen.

Gruppenliga

• Stand der Dinge:In der Gruppenliga, Gruppe 2, hat sich noch keine Mannschaft als eindeutiger Titelfavorit herauskristallisiert. Die hoch gehandelten Teams Türkgücü, Hessen Kassel II, Hombressen/Udenhausen und Rothwesten erleiden immer wieder Rückschläge. Bosporus, frühzeitig als einer der Absteiger gehandelt, steht besser da als erwartet. Auch wenn das Team zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen musste. Heiligenrode und Aufsteiger VfL Kassel hinken hinter ihren Erwartungen und Ansprüchen her.

• Die Überraschungen:In erster Linie machen zwei Mannschaften positiv von sich reden: Die Reserve des OSC Vellmar, die sich nach vier Siegen in Folge auf den zweiten Platz vorgearbeitet hat und bei einem Erfolg morgen im Nachholspiel gegen Vollmarshausen sogar an die Spitze klettern kann. Außerdem präsentierte sich Aufsteiger Wettesingen/Breuna/Oberlistingen besser als erwartet, stand sogar vom vierten bis sechsten Spieltag an der Spitze.

• Der Ausblick: Türkgücü wird aus heimischer Sicht am Ende ein gewichtiges Wort im Titelrennen mitreden. Die Rolle des ernsthaftesten Rivalen könnte der SG Hombressen/Udenhausen um Neu-Trainer Marco Siemers vorbehalten sein. Sollten die Leistungen der Junglöwen konstanter werden, ist ihnen einer der ersten beiden Plätze zuzutrauen. Oder sollte sich doch noch der letztjährige Aufsteiger SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach ins Gespräch bringen können?

Kreisoberliga

Stand der Dinge: Titelfavorit BC Sport Kassel, die Mannschaft mit dem qualitativ stärksten Kader, marschiert ungeschlagen vorweg. Folgen können derzeit nur die angriffsstarken Hertingshäuser, die am Sonntag erstmals geschlagenen Wilhelmshöher und Fortuna Kassel. Im Tabellenkeller sieht es düster für den TSV Oberzwehren aus, das Team, das als einziges bereits den Trainer wechselte.

• Die Überraschungen: Weit hinter den Erwartungen läuft neben dem TSV Oberzwehren derzeit in erster Linie der hoch gehandelte SV Nordshausen her. Auch die SVH Kassel kommt nicht richtig in Tritt und muss neben den Neulingen Olympia und AFC Kassel ebenso wie die neugegründete SG Söhrewald aufpassen, nicht im unteren Tabellendrittel hängen zu bleiben.

Der Ausblick: Top-Team BC Sport hat bisher seine Ambitionen deutlich untermauert und dürfte sicherer Kandidat für einen der ersten beiden Tabellenplätze sein. Hertingshausen um Trainer Mario Bierschenk ist ein echter Konkurrent, was sich nicht nur in bisher 39 erzielten Toren ablesen lässt. Wilhelmshöhe wird sich auf Dauer kaum im ersten Drittel der Tabelle halten können. Eher dürften sich Fortuna um Trainer Jan-Niklas Hanske oder sogar Jürgen Beckers Rengershäuser oben festsetzen.

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