Von Verbands- bis Kreisoberliga

Zwischenbilanz im heimischen Fußball: Viele glänzen, wenige enttäuschen

Die nächste Hürde genommen: Maximilian Norwig (oben, hier gegen Waberns Florian Amert) dominiert mit Baunatal die Gruppenliga, Gruppe 1.
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Die nächste Hürde genommen: Maximilian Norwig (oben, hier gegen Waberns Florian Amert) dominiert mit Baunatal die Gruppenliga, Gruppe 1.

In den heimischen Fußball-Ligen geht es Schlag auf Schlag. Von der Verbands- bis zur Kreisoberliga ist fast ein Drittel der Saison schon wieder rum. Wir schauen auf diese Spielklassen und sagen, welche Vereine über den Erwartungen, welche dahinter liegen und welche sich im Soll befinden.

Verbandsliga

Über den Erwartungen: Wer hätte das gedacht? Nach einem Drittel der Spielzeit führen der OSC Vellmar und der CSC 03 Kassel die Tabelle an. Als einzige Mannschaften der Verbandsliga sind sie noch ungeschlagen. Vor allem die Vellmarer stehen besser da als erwartet. Sie stellen mit 33 Toren die beste Offensive und mit sieben Gegentreffern auch die beste Abwehr. Mit Serkan Aytemür (elf Tore) und Egli Milloshaj (zehn) befinden sich zwei OSC-Spieler unter den besten drei Torjägern der Liga. Die Rothosen zählten mit ihren vielen hessenliga-erfahrenen Spielern schon in den vergangenen Jahren zum Kreis der Titelfavoriten. Im Gegensatz zu früher überzeugen sie diesmal aber mit Konstanz.

Eine ganz schwere Spielzeit wurde dem SV Türkgücü und seinem Trainer Ralf Rößler vorausgesagt. Und mit dem 0:7 in Bad Soden ging es auch nicht gut los für die Kasseler. Aber der SVT kämpfte sich in die Saison, holte wichtige Siege gegen direkte Kontrahenten im Abstiegskampf wie gegen Willingen und im Derby gegen Sandershausen.

Im Soll: Nach elf Spielen steht Sandershausen als Neunter auf einem Nicht-Abstiegsplatz – dort will das Team von Trainer Dennis Schanze sich auch zum Saisonende einfinden. Licht, wie beim 5:1-Sieg gegen Thalau und dem 2:1-Erfolg bei Fulda II, wechselte mit Schatten, wie den hohen Niederlagen gegen Weidenhausen (1:5) und in Vellmar (0:6). Bitter war auch die 1:3-Niederlage gegen Türkgücü. Aufgrund des schweren Auftaktprogramms, die Niestetaler spielten schon gegen sieben der ersten Acht, liegt die TSG mit vier Siegen dennoch auf Kurs.

Gruppenliga

Über den Erwartungen: Eintracht Baunatal war schon vor der Saison in Gruppe 1 Titelfavorit. Aber mit zehn Siegen aus zehn Spielen hatten wohl auch die größten Optimisten nicht gerechnet. Nur drei Gegentore mussten die Großenritter hinnehmen, haben mit 27 Treffern auch die beste Offensive. Und gegen den beinahe schon einzigen Konkurrenten TSV Wabern gewannen sie 4:0. Auch die U 23 des KSV Hessen Kassel fiel positiv auf. Nach Startschwierigkeiten, vom neuen Trainer Christian Andrecht so vorausgesehen, stabilisierten sich die Junglöwen und stießen vor auf Rang neun.

Im Soll: Die hohen Erwartungen vermochte Rothwesten nicht ganz zu erfüllen. Mit 15 Punkten aus acht Partien ist das Team Vierter, liegt aber nur um zwei Zähler hinter Spitzenreiter Wolfhagen. Wolfsanger stabilisierte sich nach der 0:11-Auftaktpleite in Reichensachsen und belegt einen Mittelfeldplatz. Allerdings warten die Wölfe seit drei Partien auf den nächsten Sieg. Mit drei Siegen, drei Remis und drei Niederlagen erfüllte der TSV Hertingshausen in Gruppe 1 die eigenen Erwartungen.

Hinter den Erwartungen: Kaufungen hatte sich eine etwas bessere Ausbeute erhofft, muss sich aber mit Rang zehn begnügen. Heiligenrode holte mit vier Toren immerhin sieben Punkte, belegt aber den ersten Abstiegsplatz. Am Ende der Tabelle rangiert der noch punktlose OSC Vellmar II und einen Platz davor die sieglose FSK Vollmarshausen.

Kreisoberliga

In der Kasseler Staffel ist Rengershausen mit 28 Punkten aus zehn Partien das Maß aller Dinge. In Reichweite liegen der AFC Kassel und Nordshausen. Dahinter hoffen Fortuna und Bosporus auf ein Nachlassen der Führenden. Als beste der sechs zweiten Mannschaften, die zuletzt meist die letzten Plätze belegten, ist die Reserve des VfL Kassel Siebter. Auch Rothwesten II spielt eine bessere Rolle als sonst. Letzter und Vorletzter sind mit FSV Bergshausen und BC Sport Kassel jene Mannschaften, die aus der Gruppenliga zurückgezogen hatten. Schwer in Gang kommt Olympia. Gegen Wilhelmshöhe glückte nun immerhin der zweite Sieg.

In der Gruppe Hofgeismar/Wolfhagen scheint die SG Schauenburg an der Spitze kaum gefährdet. Dafür sprechen 22 Zähler der Scott-Elf aus acht Partien sowie nur zwei Gegentreffer. Überraschend gut im Rennen liegt der SV Espenau als Fünfter. (Wolfgang Bauscher und Manuel Kopp)

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