Fußball: Sportgericht ahndet Vorfall aus Altherren-Spiel – Nörten II verliert Punkte

Ahlshäuser kassiert lange Sperre

Northeim. Mit zwei weiteren Fällen aus dem Spielbetrieb der Fußballer hat sich jetzt das Sportgericht beschäftigt. Die Ergebnisse: eine lange Sperre für einen Altherren-Kicker sowie eine Partie, bei der aus einem Heim- nun ein Auswärtssieg wird.

Karten auf dem Boden

Bei der Partie der Altherren-Kreisliga zwischen dem FC Kreiensen/G. und dem FC Ahlshausen/O. am 18. April hatte es der Schiedsrichter mit einer kuriosen Szene zu tun. Nachdem er einem Ahlshäuser wegen eines Foulspiels die gelbe Karte gab, beschwerte sich dieser lautstark, nannte die Entscheidung einen Witz, so Manfred Peschke (Vorsitzender des Sportgerichtes), nahm dem verdutzten Unparteiischen dann auch noch die gelbe und die rote Karte sowie seinen Notizzettel weg und warf dies alles auf den Boden.

Auch die Aussage, dass dies bloß ein Reflex gewesen sei, half dem Spieler vor dem Sportgericht jetzt nicht mehr viel. Peschke: „Wir haben den Ahlshäuser bis zum 31. August gesperrt und zudem eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro verhängt.“

Der festgespielte Kicker

Nach 90 Minuten hatte der SSV Nörten II am 11. April das Spiel der 1. Kreisklasse 2 gegen die SG Altes Amt mit 4:1 gewonnen. Das Sportgericht entschied jetzt jedoch, dass die Begegnung mit 5:0 Toren und drei Punkten für Altes Amt gewertet wird.

Der Grund: Der SSV soll einen Spieler eingesetzt haben, der zu diesem Zeitpunkt im Bezirksligateam festgespielt war. Kurios an dem Fall ist die Tatsache, dass beide Teams, auch der SSV-Gegner, gegen den sich der Kicker festgespielt haben soll, aussagten, dass dieser in der Begegnung nicht zum Einsatz gekommen ist. Im elektronischen Spielbericht tauchte er jedoch auf. Und genau das gab jetzt für das Gericht den Ausschlag.

„Wir haben mit dem Spielbericht ein Dokument, auf dem festgehalten ist, dass der Betroffene eingesetzt worden ist. Wenn das nicht so war, hätte der SSV Nörten auf den Staffelleiter zugehen und auf den Fehler hinweisen müssen. Doch das hat niemand getan. Daher blieb uns gar keine andere Wahl, als so zu entscheiden, wie wir es jetzt getan haben“, erklärt Peschke.

Die Urteile sind jeweils noch nicht rechtskräftig. Die Betroffenen können noch Einspruch einlegen.

Abgebrochenes Spitzenspiel

Keine Neuigkeiten gibt es zum abgebrochenenen Spitzenspiel der 2. Kreisklasse 1 zwischen dem VfB Uslar und der SG Wolbrechtshausen. Der Referee hatte das Duell am 30. April vorzeitig beendet. Hierzu tagt das Sportgericht am 1. Juni. (mwa)

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