Erster Vereinsdialog des niedersächsischen Fußballverbandes im Landkreis steigt in Markoldendorf

Besuch aus Barsinghausen

Gruppenbild vor dem Schriftzug des Vereins: Vertreter des MTV Markoldendorf zusammen mit Vorstandsmitgliedern des heimischen Fußballkreises sowie Gesandten des niedersächsischen Fußballverbandes. Foto: privat/nh

Markoldendorf. Seit einiger Zeit touren hochrangige Mitarbeiter des niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) kreuz und quer durch das Land und besuchen Vereine. Erster Gastgeber für den so genannten „NFV-Vereinsdialog“ im Landkreis Northeim war jetzt der MTV Markoldendorf.

Der präsentierte sich vor den Gästen aus Barsinghausen als intakter Mehrsparten-Verein. Vize-Präsident Egon Trepke, Verwaltungsdirektor Bastian Hellberg und Christoph Beismann aus dem Referat Nachhaltigkeit waren beim MTV dabei, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feierte.

Unter Leitung des Vorsitzenden Rainer Hase wurde die Sportanlage besichtigt, ehe man in die eigentliche Gesprächsrunde eintrat. 780 Mitglieder gehören dem MTV an, wovon fast die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. „Unsere Vorstandsriege leistet hervorragende Arbeit“, lobte Hase. Und Finanzverwalter Werner Kreikenbaum ergänzt: „Alle arbeiten in unserem Vorstand ehrenamtlich, was in der heutigen Zeit bei einem Verein unserer Größenordnung auch nicht mehr selbstverständlich ist.“

90 000 Euro pro Jahr

Die verpachtete Bewirtschaftung des MTV-Clubhauses mit täglicher Öffnung bringt dringend benötigtes Geld in die Kasse. 90 000 Euro beträgt das zu schulternde Finanzvolumen des Jahresbudgets. Dieser Kostenfaktor kann vom Verein nicht allein durch die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen geschultert werden. Ohne Sponsoren-Unterstützung, so die MTV-Vorstandsriege unisono, wäre der Finanzausgleich nicht möglich.

In den hohen Kosten liegt auch ein Grund, warum der Club seine Zukunft im Herrenfußball nur noch auf Kreisebene sieht. Maximal wird die Kreisliga als Ziel ausgegeben. Noch bis vor zwei Jahre spielten die MTV-Männer in der Bezirksliga Braunschweig, was aber unter anderem durch Fahrtkosten für auswärtige Spieler ein kräftiges Loch in die Vereinskasse gerissen hatte. Daher hat ein Umdenken in Bezug auf die sportlichen Ziele stattgefunden.

Alle Teams spielen inzwischen auf Kreisebene, die 1. Herren nach dem Aufstieg in der 1. Kreisklasse 2. Eine Ausnahme bilden lediglich die Frauen, die aktuell das zweite Jahr im Bezirk gegen den Ball treten. (mwa)

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