3. Liga Männer: 17-jähriger gastierte n Northeim

Lindauer Diedrich will in die 1. Bundesliga

Groß geworden im Rhumetal, nun in Diensten des SC Magdeburg: Torhüter Lukas Diedrich verlor mit seinem Club gegen den NHC. Foto: zhp

Lindau / Magdeburg. Mit hängendem Kopf verließ Lukas Diedrich am Sonntag die Northeimer Schuhwallhalle. Der 17-jährige Handballtorwart des SC Magdeburg II verliert nicht gern - schon gar nicht gegen den Northeimer HC. Und der behielt im Drittliga-Heimspiel mit 37:33 (23:16) die Oberhand über die Talentschmiede des Bundesligisten.

Lukas Diedrich ist in Lindau aufgewachsen und hat seine ersten Handballschritte bei der HSG Rhumetal gemacht. Über Hildesheim ging es nach Magdeburg. Und sein Ziel ist klar definiert. „Ich möchte in der 1. Bundesliga spielen.“ Das eint ihn mit all seinen Teamkollegen bei den Youngsters. Die Mannschaft besteht fast ausnahmslos aus A-Jugendlichen.

Doch die Wenigsten schaffen den Sprung. Im gnadenlosen Konkurrenzkampf um die begehrten Plätze werden sie aussortiert, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen. Doch Diedrich will seine Chance nutzen. Sein Vertrag beim SCM wurde im März bis 2020 verlängert. Auch der Deutsche Handball-Bund ist längst auf den Lindauer aufmerksam geworden. „So rund 15 Mal habe ich bereits für die Nationalmannschaft gespielt“, erzählte er vor dem Aufwärmen am Sonntag. Und bei der 1. Mannschaft in Magdeburg trainierte er ebenfalls bereits mit.

Sein großes Vorbild ist der Schwede Mattias Andersson, Torhüter bei der SG Flensburg-Handewitt. Auf der Erfolgsliste des 39-jährigen Skandinaviers, der im kommenden Jahr seine Karriere beenden will, stehen unter anderem 148 Länderspiele für Schweden, zwei olympische Silbermedaillen, fünf Deutsche Meisterschaften, zwei Champions-League-Erfolge und ein Europapokal der Pokalsieger.

Doch um eine Karriere dieser Art hinzulegen, braucht man nicht nur unglaubliches Talent, viel Trainingsfleiß, Ehrgeiz und einen unbändigen Willen, sondern auch eine gewaltige Portion Glück. Das weiß Diedrich natürlich, will es aber dennoch unbedingt probieren.

Gegen den NHC stand er in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten. 23 Mal musste er den Ball aus dem Netz holen. Am Ende stand die sechste Saisonniederlage. Seinen Weg nach oben dürfte die aber kaum stoppen. (zhp)

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