27:29 gegen HSG Hanau

Dritte Pleite in Folge für den Northeimer HC

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Knappe Heimniederlage: Northeims Malte Wodarz kommt in dieser Szene gegen die Hanauer Michael Malik (re.) und Maximilian Bergold frei zum Wurf. Die Gäste entführten beim 29:27 aber beide Punkte. 

Northeim – Die 27:29 (14:17)-Niederlage des Northeimer HC in der 3. Liga gegen die HSG Hanau bot am Sonntagabend alles, was das Handballherz begehrt.

Ein hingebungsvoll kämpfendes Heimteam, umstrittene Pfiffe des Schiedsrichtergespanns und ein großartiges Publikum, das die Mannschaft von Trainer Carsten Barnkothe in der Schuhwallhalle bei jedem Rückstand wieder nach vorn peitschte. Das es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag nach Barnkothes Meinung auch am fehlenden Quäntchen Glück.

Allerdings: Auch die bestenfalls unglücklich zu nennende Leistung der Unparteiischen hatte wesentlichen Einfluss darauf, dass am Ende beide Punkte nach Hanau gingen. Dennoch feierte die Tribüne die Heim-Sieben minutenlang nach dem Abpfiff und sah trotz fehlender Punkte eine spannungsreiche Partie.

Mit ganz anderer Körpersprache und mit viel Elan begannen die Schwarz-Gelben gegen die Aufstiegsaspiranten aus Hanau, die mit einigen erfahrenen Spielern angereist waren. Hanau setzte sich nach einer Viertelstunde erstmals mit 11:6/12:7 ab, doch Barnkothe wechselte den erneut sehr engagierten Paul-Marten Seekamp ein. Sören Lange gelang fünf Minuten vor der Halbzeit per Strafwurf der 12:14-Anschlusstreffer. Für Konfusion sorgten in dieser Phase die Entscheidungen der Schiris, die das Spiel immer wieder unterbrachen, die Hanauer Härte aber nicht unterbanden.

In der zweiten Halbzeit fand Efthymios Iliopoulos besser ins Spiel und ließ die Zuschauer mit zwei Toren zum 16:17-Anschluss wieder hoffen. Den möglichen Ausgleich vergab Lange am Sieben-Meter-Punkt. Hanau zog wieder auf vier Tore davon (22:18), doch Seekamp – immer wieder sehr aktiv am Kreis – trieb seine Mitspieler wieder an. Northeim verkürzte auf 21:22/24:25. Christian Stöpler, neben Malte Wodarz bester NHC-Spieler des Abends, gelang 26:26-Ausgleich (54.), aber Hanaus bester Torschütze Maximilian Bergold (7 Tore) sorgte für die erneute Hanauer Führung. HSG-Torwart Sebastian Schermuly, war kurz vor Schluss beim Strafwurf Sieger gegen Stöpler. Hanaus Marc Strohl traf zum 29:26, Iliopoulos letztes Tor war nur Ergebniskosmetik.

„Ich bin stolz auf das Team, das sich nie aufgegeben hat“, konnte Barnkothe dem Ergebnis etwas Gutes abgewinnen. „Da stand eine ganz andere Mannschaft auf der Platte, die mindestens einen Punkt verdient hatte“.  zaj

NHC: Gobrecht, Ullrich, Wenderoth – Gerstmann 2, Hempel, Iliopoulos 5, Lange 5 (1/2), Schlüter, Seekamp 1, Springer, Stöpler 5 (3/4), Wilken, Wodarz 9

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