In Northeim freut man sich auf die Ost-Staffel der 3. Liga, in der auch zwei Ex-Bundesligisten spielen

„Das ist eine andere Welt“

Arm in Arm in Liga 3: Die Jungs des Northeimer HC haben es auf ihre Aufstiegs-T-Shirts gedruckt. 3. Liga - Gekommen, um zu bleiben! Damit das klappt, wird derzeit im Verein fleißig gearbeitet. An diesem Wochenende beginnt die Vorbereitung. Archivfoto: zhp

Northeim. Der Northeimer HC steckt mitten in den Vorbereitungen für seine zweite Saison der Vereinsgeschichte in der 3. Handball-Bundesliga. Nach dem einjährigen Gastspiel in der Serie 2014/2015 würde man nun gern länger bleiben.

Die Ost-Staffel

Der NHC wurde vom Deutschen Handball-Bund als eins von insgesamt 16 Teams in die Ost-Staffel eingruppiert (siehe Hintergrund und Karte). Die meisten Clubs haben ihre Heimat im Rhein-Main-Gebiet. Die kürzeste Fahrt führt zum GSV Eintracht Baunatal (80 Kilometer), die weiteste geht nach Erlangen in die Nähe von Nürnberg (350 Kilometer). Insgesamt werden die Northeimer bei ihren 15 Auswärtsspielen rund 7500 Kilometer zurücklegen. Die wohl namhaftesten Kontrahenten dürften die ehemaligen Erstligisten SG Leutershausen und TV Großwallstadt sein.

Grundsätzlich ist man mit der Ost-Staffel beim NHC zufrieden. „Im Norden hätte es mit dem HSV Hamburg oder auch Flensburg-Handewitt II vielleicht noch attraktivere Gegner gegeben, doch sportlich ist der Osten, in dem mit uns vier Aufsteiger spielen, vielleicht besser“, mutmaßt Oliver Kirch, 2. Vorsitzender des NHC.

Der Kader

Da wird im Hintergrund fleißig gearbeitet. Nach den bereits verpflichteten Yannik Schlüter (Rhumetal), Paul Hoppe (Hildesheim) und Jannis Wilken (Großburgwedel) soll noch nicht Schluss sein. „Im rechten Rückraum können wir noch einen Linkshänder gebrauchen“, sagt Trainer Carsten Barnkothe vor dem Hintergrund, dass er künftig nicht mehr auf Tobias Kolletzko bauen kann, der die Region berufsbedingt verlässt.

Um an neue Jungs zu kommen, arbeitet der NHC mit Spielervermittlern zusammen. „So läuft das Geschäft mittlerweile“, verrät Kirch. Dabei will man allerdings keine erfahrenen Ex-Profis nach Northeim holen, „sondern lieber junge Leute, die die 3. Liga als Schaufenster für sich sehen“.

die Zielsetzung

Das Saisonziel ist - wie ja eigentlich fast immer für einen Aufsteiger - der Klassenerhalt. Mit den Erfahrungen, die man 2014/15 beim einjährigen Gastspiel gemacht hat, könnte das diesmal gelingen. „Wir kennen noch den einen oder anderen Gegner von damals“, sagt Barnkothe. Der ist davon überzeugt, dass Leistungsträger wie Paul-Marten Seekamp, Christian Stöpler, Sören Lange, Jannes Meyer oder Tim Gerstmann, die auch damals schon dabei waren, nun reifer sind und von den gesammelten Eindrücken profitieren. „Außerdem sind wir im Kader wesentlich breiter aufgestellt. Wir sind nicht mehr so abhängig von einzelnen Spielern, wie es damals noch der Fall war“, erklärt der Coach.

Der Trainingsauftakt

Trainer Barnkothe bittet seine Jungs an diesem Wochenende zum Aufgalopp. Bis zum ersten Punktspiel Ende August bleibt damit genug Zeit, die Spieler fit zu machen. Geplant sind acht bis zehn Testspiele. „Außerdem müssen wir an unserer Deckung arbeiten. Da werden wir deutlich offensiver als noch in der Oberliga agieren müssen, um erfolgreich sein zu können. Die 3. Liga ist eine andere Welt. Der Unterschied zwischen Verbandsliga und Oberliga ist nicht so riesig. Wenn man aber von der Oberliga in die 3. Liga aufsteigt, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.“ (mwa)

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