Volker Niggl hat eine Wand im Sportheim des SV Moringen liebevoll mit zahlreichen Presseartikeln verziert

Eine Tapete der ganz besonderen Art

Das ist doch mal ein echter Hingucker! Mit einer gehörigen Portion Sammelleidenschaft und viel Liebe zum Detail ausgestattet, hat Volker Niggl (52) jetzt eine komplette Wand in der Heimkabine des SV Moringen mit Zeitungsausschnitten über das Fußball-Leben in seinem Heimatverein und im Landkreis Northeim gestaltet.

„Rund 70 bis 80 Prozent der Artikel und Fotos stammen aus den Northeimer Neuesten Nachrichten“, erklärt er. Verwirklicht hat Niggl das kleinteilige „Tapeten-Projekt“, als mal wieder eine Renovierung der Kabine des Sportheims am Lustgartenweg auf dem Plan stand. „Ich habe gedacht, ich komme mit meinen bisher gesammelten Ausschnitten hin. Ich musste aber doch noch mal in die Geschäftsstelle der HNA nach Northeim, um Nachschub zu holen“, berichtet er. So kam es beispielsweise auch zu der Gesamtumrahmung seines Kunstwerkes mit dem Schriftzug „Northeimer Neueste Nachrichten“.

Viele Schätzchen zu sehen

Unter den vielen Ausschnitten fallen einige ganz besonders ins Auge. Ein Beispiel dafür sind die Artikel zum Vierer-Fest im Jahr 2007. Damals nahm der SV mit einer großen Abordnung in traditionell blau-weißen Trikots am Festumzug teil und wurde von einem Fotografen gekonnt in Szene gesetzt. Zu den Schätzchen zählt auch ein rund 25 Jahre altes Foto aus dem längst der Vergangenheit angehörenden Weper-Kurier, welches Volker Niggl in seiner Jugendzeit als aktiven Fußballer zeigt.

Wer die Wand aufmerksam betrachtet, wird ab und zu auch Nicht-Fußballerisches entdecken. Dafür steht beispielsweise ein Ausschnitt über den Moringer Karnevalsverein. Niggl: „Die Karnevalisten haben - wie wir auch - Blau und Weiß als Vereinsfarben.“

Die Verbundenheit mit seinem Verein prägte Volker Niggl. „Aktiv spiele ich schon länger nicht mehr, wenn aber etwas zu tun ist, packe ich gerne mit an“, sagt der passionierte Hobby-Handwerker. Er ist schon seit rund 45 Jahren für seinen Sportverein unterwegs und gehört zu den guten Seelen im Hintergrund, ohne die ein Verein dieser Größenordnung ganz einfach gar nicht funktionieren würde.

Die Idee zu der Wand bekam Niggl beim Lesen einer Wohn-Zeitschrift. „Ich habe mir gedacht, dass so etwas auch gut zu uns passen würde.“ Beim SV-Vorsitzenden Gerald Deppen fand er offene Ohren. „Ich finde das toll“, sagt der Vereins-Chef. „Das gibt unter Garantie reichlich Gesprächsstoff, wenn die Fußballer vor oder nach ihren Spielen einen Blick auf die Wand werfen.“ (zhp)

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