Glanzvoller Auftritt bei der Reserve des Bundesligisten

Es ist vollbracht! Northeimer HC schafft Klassenerhalt in der 3. Liga

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Ab geht die Party: Die Northeimer hatten nach dem Spiel am Samstagabend allen Grund, die Sau rauszulassen. Das Foto entstand nach dem Heimsieg gegen Großwallstadt.

Magdeburg. Dank einer überragenden Leistung - speziell nach der Pause - haben die Drittliga-Handballer des Northeimer HC am Samstagabend in der traditionsreichen Hermann-Gieseler-Halle den SC Magdeburg II mit 34:25 (16:13) besiegt. Damit hat das Team den Klassenerhalt vorzeitig geschafft und kann nächsten Samstag entspannt in die letzte Partie daheim gegen Erlangen gehen.

Europapokal-Luft schnupperten die Northeimer in der fast 100 Jahre alten Spielstätte, die bis 1997 Schauplatz vieler internationaler Schlachten war. Der zahlreich mitgereiste NHC-Anhang trieb 60 Minuten lang eine geschlossen aufspielende Mannschaft an, aus der neben Torwart Frederic Stammer vor allem der unermüdlich kämpfende Paul-Marten Seekamp und Marlon Krebs herausragten. Trainer Carsten Barnkothe hob zudem Kai Strupeit hervor, der die Abwehr bestens organisierte.

Northeim erarbeitete sich eine 3:0-Führung, bevor U21-Weltmeister Juan de la Pena seine Abwehr offensiver aufstellte. Sören Lange wurde kurz gedeckt und eröffnete damit Platz für Seekamp, der die variable Magdeburger Deckung in vielen Eins-gegen-Eins-Situationen ausspielte und Paul Hoppe am Kreis sieben Tore ermöglichte. In der 22. Minute reagierte Barnkothe auf die präzisen Anspiele de La Penas mit einer Manndeckung. Ohne die Regie des Spaniers fehlte dem Börde-Team der spielerische Zusammenhalt, was der NHC zur 16:13-Halbzeitführung nutzte.

Der zweite Durchgang wurde zur Glanzstunde. Stammer hatte sein Tor gegen die mit einigen Jugend-Nationalspielern gespickten Magdeburger geradezu vernagelt. Der SCM hielt die offene Abwehr nun kräftemäßig nicht mehr aufrecht und zog sich an den Kreis zurück. Krebs überraschte den gegnerischen Keeper in der Folge mehrfach aus dem Rückraum. Der wirkte phasenweise regelrecht frustriert angesichts der Leichtigkeit, mit der der NHC seine Spielzüge abschloss. Bis auf elf Tore (33:22/55.) setzte sich der Gast gegen eine nun völlig überforderte Magdeburger Truppe ab. Auch nach dem Schlusspfiff gehörte das Parkett den Northeimern, als sich die Spieler lautstark singend in den Armen lagen und im Kreis tanzten.

NHC: Stammer, Gobrecht – von Hermanni 3, Meyer 1, Schlüter 1, Krebs 5, Lange 7, Seekamp 6, Xhafolli, Hoppe 7, Wilken, Strupeit, Berthold 4.

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