Sportgericht sperrt Nörtener Kicker nach Rudelbildung bei Hallenturnier

Fußballer schaut ein Jahr zu

Northeim. Das Hallenfußballturnier, welches der SSV Nörten-Hardenberg Mitte Januar ausgerichtet hat, hat jetzt das Sportgericht des Fußballkreises Northeim/Einbeck beschäftigt. Weil dort gleich mehrfach Schiedsrichter von Spielern und Zuschauern des gastgebenden SSV beleidigt und in einem Fall sogar tätlich angegriffen worden seien sollen, wurden nun drei SSV-Kicker mit Sperren belegt.

„Da war ganz schön was los“, sagt Sportgerichts-Vorsitzender Manfred Peschke rückblickend. In einem Fall sah sich das Gremium sogar dazu gezwungen, die mögliche Höchststrafe zu verhängen. „Wir haben einem Nörtener eine einjährige Spielsperre sowie 250 Euro Geldstrafe aufgebrummt“, erklärt Peschke. Der Zuschauer, der auch Spieler ist, soll, nachdem der Schiri eine rote Karte gegen einen SSVer verhängt hatte, an der folgenden Rudelbildung maßgeblich beteiligt gewesen sein.

Darin hat er nach Ansicht des Gerichts - und laut übereinstimmenden Zeugenaussagen - den Unparteiischen mehrfach beleidigt, bedroht und auch bedrängt. Peschke: „Da blieb uns natürlich nichts anderes übrig, als die uns mögliche Maximalstrafe zu verhängen“, berichtet er. Härte Maßnahmen kann nur die nächsthöhere Sportgerichtsinstanz verhängen. Der betroffene Schiri soll zudem privat Anzeige erstattet haben.

Weitere Spielsperren

Auch zwei weitere Kicker des Gastgebers kassierten Sperren. Der eine muss zwei Pflichtspiele zuschauen und zudem 50 Euro Strafe zahlen. Er bekam dafür die Quittung, dass er einen Schiri mit Aussagen wie „Was pfeifst du denn für eine Scheiße“ bedacht haben soll. Mit „nur“ zwei Spielen Sperre (ohne Geldstrafe) kam ein dritter Nörtener davon, der einen Schiri ebenfalls beleidigt haben soll.

Die Ermittlungen gegen einen weiteren SSVer stellten sich dagegen als falsch heraus. Er war verwechselt worden. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Der SSV Nörten-Hardenberg muss außerdem 75 Euro bezahlen, weil er in seiner Rolle als Gastgeber nicht ausreichend dafür gesorgt hatte, dass die Schiedsrichter geschützt werden. Die Urteile sind noch nichts rechtskräftig. Die Verurteilten können noch Einspruch einlegen. (mwa)

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