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Heine rettet Eintracht Northeim Remis gegen MTV Wolfenbüttel

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Von: Helmut Anschütz

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Packendes Laufduell: Eintrachts Doppeltorschütze Julen Mediavilla Asenjo und Wolfenbüttel-Kapitän Nils Göwecke (rechts) sprinten dem Ball hinterher. 2
Packendes Laufduell: Eintrachts Doppeltorschütze Julen Mediavilla Asenjo und Wolfenbüttel-Kapitän Nils Göwecke (rechts) sprinten dem Ball hinterher. 2 © Kaja Schirmacher

Eintracht Northeim ist mit einem verdienten 3:3 (2:0) gegen den MTV Wolfenbüttel in die Fußball-Landesliga gestartet.

Northeim – Tristan Heine rettete dem Team der Trainer Philipp Weißenborn und Malte Froehlich in der Nachspielzeit den einen Punkt, den sich die Gastgeber vor 250 Zuschauern redlich verdient hatten. Für Eintracht darf der erste Zähler der neuen Saison als Punktgewinn gewertet werden.

Die drückend überlegenen Gäste hatten gefühlt etwa 70 Prozent Ballbesitz, doch die Northeimer setzten großen Kampfgeist und viel Einsatz – und noch dazu Konterstärke mit einem guten Umschaltspiel.

„Das war hervorragend“, meinte Coach Weißenborn noch im Teamkreis auf dem rasen. „Hintenraus haben wir Glück, aber wir sind eben nochmal aufgestanden. Ab der 60. Minute sind wir aber auf dem Zahnfleisch gelaufen.“

Der MTV startete vehement, schnürte Eintracht zunächst total hinten ein, sodass die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte kamen. So musste Eintracht auf Konter und schnelles Umschalten setzen - was zweimal prächtig klappte: Aus einem Spielerpulk heraus traf Julen Mediavilla zum 1:0 und nur 180 Sekunden später von halbrechts in die lange Ecke zum 2:0. Eintracht absolut effektiv: Vier Chancen in der ersten Hälfte, zwei Tore. Fußball kann manchmal verrückt sein. Der MTV überlegen und mit mehr Chancen, doch Northeims Abwehr mit dem herausragenden Knopf im Zentrum.

Zur zweiten Halbzeit wechselte MTV-Trainer Deniz Dogan die Wende in Person vom Ex-Northeimer Linus Queißer (in der B-Jugend) ein. Der ExEintrachtler staunte zum 1:2 ab und nachdem MTV-Kapitän Nils Göwecke aus Nahdistanz in die kurze Ecke zum 2:2 eingeköpft hatte, spitzelte Queißer den Ball in die lange Ecke zum 2:3.

Eintracht drohte die Puste auszugehen gegen die unaufhörlich anrennenden Wolfenbütteler, die auf das vierte Tor aus waren, es aber nicht erzielten. So witterte Northeim mit der letzten Energie nochmal Morgenluft. Nach einer Eingabe von links drückte Heine die Kugel zum umjubelten 3:3 in diesem kurzweiligen, ansehnlichen und packenden Auftaktspiel.

„Wir haben Moral gezeigt und uns noch belohnt“, war nicht nur der Deutsch-Spanier Julen Mediavilla happy. „Ein Doppelpack hab’ ich im Herrenbereich noch nie geschafft.“

„Respekt an die Northeimer, sie haben das gut gemacht, sie haben schnell umgeschaltet“, lobte MTV-Coach und Dogan (Ex-Profi in Braunschweig) die Northeimer.

Eintracht: Tautermann - Kern, Knopf, Fritz - Peinemann (70. Sander), Heine, Fricke, Schahmirzadi (46. Maaß, 81. Dacaj) - Grunert, Dannenberg, Mediavilla (70. Mönnecke).

Tore: 1:0, 2:0 Mediavilla (20., 23.), 2:1 Queißer (62.), 2:2 Göwecke (73.), 2:3 Queißer (79.), 3:3 Heine (90.,+1).

Gelbe Karten: Fricke, Grunert, Mediavilla, Trainer Weißenborn – Kühle. (Helmut Anschütz)

Starke Partie: Eintrachts Alexander Knopf klärt hier gegen Wolfenbüttels Doppeltorschützen Linus Queißer.
Starke Partie: Eintrachts Alexander Knopf klärt hier gegen Wolfenbüttels Doppeltorschützen Linus Queißer. © Kaja Schirmacher

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