Fußball

Herber Dämpfer für Eintracht Northeim im letzten Test

Kein Durchkommen: Northeims Mittelfeldmann Tristan Heine (links) wird von Nordhausens Doppel-Torschützen Felix Schwerdt gestört.
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Kein Durchkommen: Northeims Mittelfeldmann Tristan Heine (links) wird von Nordhausens Doppel-Torschützen Felix Schwerdt gestört.

So hatte sich Fußball-Oberligist FC Eintracht Northeim den letzten Test vor dem ersten Pflichtspiel der Saison 2021/22 am kommenden Sonntag im NFV-Pokal gegen den MTV Gifhorn nicht vorgestellt! Gegen den FSV Wacker Nordhausen setzte es am Freitagabend eine 0:3 (0:2)-Niederlage - „ein herber Dämpfer“ zum Abschluss der Vorbereitung, wie auch Eintracht-Trainer Jan Ringling unumwunden einräumte.

Northeim – Nach drei Testspielen ohne Gegentor (4:0 gegen Landolfshausen, 3:0 gegen Bovenden, 2:0 in Lenglern) kassierten die Northeimer nach 285 Minuten erstmals auch wieder ein Gegentor. Das Problem lag aber auf der anderen Seite: Nachdenklich stimmt vor allem, dass sich Eintracht nicht nur in dieser Partie gegen das griffige Thüringen-Team viel zu wenige Chancen herausspielen konnte. Die Kreation von Tormöglichkeiten, die Ideen in der Offensive - da offenbarte Northeim erneut eklatante Defizite.

In der ersten Halbzeit kam das Team von Coach Ringling nur zu zwei Abschlüssen: Kapitän Grunert zog von halblinks ab, FSV-Schlussmann Valentin Henning parierte den Schuss ohne Probleme (4.). In der 29. Minute hatte Eintrachts zunächst quirliger Retwan Defli die Führung auf dem Kopfball, doch der Ball flog links am Gäste-Gehäuse vorbei. Mehr war auf Gastgeber-Seite offensiv nicht. Eindeutig zu wenig!

„Wir hatten wenig Effizienz und Durchschlagskraft“, räumte Ringling hinterher ein. „Hinten haben wir naiv gespielt und vorne harmlos.“ Klare Worte vom Coach!

Mit der Naivität meinte er vor allem die Entstehungen des 0:1: Nordhausens schneller Stürmer Robert Knopp ging links auf und davon, überlief die rechte Abwehrseite der Eintrachtler, wo er Hannes Fritz wegspurtete und hatte dann noch genug Zeit, sich den Ball im Strafraum zurechtzulegen und Torhüter Tautermann zu bezwingen. Auch das 0:2 hätte Eintracht mit mehr Konsequenz in der Abwehr verhindern können - Wackers Felix Schwerdt war im Nachschuss erfolgreich.

Das Kuriose: Eintracht gestaltete das Match durchaus ausgeglichen, mag sogar etwas mehr Spielanteile gehabt haben. Aber wenn die (guten) Abschlüsse fehlen, hilft auch der Ballbesitz wenig bis nichts.

Im zweiten Durchgang gab es bei Eintracht vier Chancen zu notieren: Defli-Kopfball (harmlos, 65.), Grunert- Schuss (harmlos, 77.), Meyer (drüber, 81.) und ein Fahlbusch-Hammer drüber, 86.). Zugutezuhalten bleibt den Northeimern, dass sie in der Defensive außer dem viel zu einfachen 0:3 (fast unbedrängter Kopfball nach Ecke) für Wacker nichts zuließen.

„Super, dass der Dämpfer jetzt gekommen ist“, versuchte Trainer Ringling dem Rückschlag doch noch etwas Positives abzugewinnen. „Wir haben Nordhausen zwar gut bespielt, hatten aber nur Halbchancen und haben zu viele Fehlentscheidungen getroffen. Jetzt hat der Coach noch eine Woche Zeit, um sein Team auf die erste Pflichtaufgabe vorzubereiten.  (Helmut Anschütz)

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