Fünftes Heimspiel in der 3. Handball-Liga

Kriselnder Northeimer HC hat  Sehnsucht nach dem Heimsieg

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Ein Erfolgserlebnis muss her: Das wünscht sich auch NHC-Torhüter Fabian Ullrich. 

Der Northeimer HC ist in der 3. Handball-Liga bis auf den viertletzten Tabellenplatz abgerutscht. Am Sonntag gastiert die HSG  Dutenhofen-Münchhausen beim NHC.

In Bestbesetzung und mit großer Zuversicht startet der Northeimer HC am Sonntag um 17 Uhr (Halle am Schuhwall) in der 3. Handball-Liga in das Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen-Münchhausen. Trotz der hohen Niederlage am vergangenen Wochenende, als die Northeimer den Titelfavoriten Großwallstadt in der zweiten Halbzeit davonziehen lassen musste, ist NHC-Trainer Carsten Barnkothe vor dem fünften Heimspiel dieser Saison optimistisch: „Die erste Halbzeit in Großwallstadt war sehr gut, daran müssen wir jetzt anknüpfen“.

Beim Blick auf den Tabellenstand kommt beim NHC aktuell allerdings wenig Freude auf. Denn auf dem Konto sind erst fünf Punkte gutgeschrieben, zudem haben die Northeimer mit 246 Gegentreffern die meisten Tore der Liga kassiert. Nur gut, dass mit Bad Neustadt, Kirchzell und Dresden drei Teams noch größere Probleme als die Schwarz-Gelben haben.

Carsten Barnkothe, seit Urzeiten Trainer des NHC, hat Sehnsucht nach dem Heimsieg: „Uns fehlt die Konstanz. Wenn wir die Leistung der ersten Halbzeit gegen Großwallstadt über 60 Minuten abrufen können, ist das Ziel Klassenerhalt für uns kein Problem.“

Barnkothe hat Erfahrung damit, dass seine Mannschaft während der Saison schwächelt: In den vergangenen Jahren kam die Krise bei seinem Team jeweils zwischen dem siebten und zwölften Spieltag. Doch mit viel Kampfkraft, vor allem der Stammspieler Paul-Marten Seekamp und Tim Gerstmann, zog sich die Mannschaft immer wieder selber aus dem Sumpf – und das soll auch dieses Mal gelingen: „Wir haben gut trainiert und können bis auf Paul Hoppe und Jannes Meyer auf die volle Truppe zählen“, erklärt der Coach. „Jetzt heißt es mutig sein und den Kampf gegen den Gegner annehmen“, fordert Barnkothe, der voll auf den Faktor Eigenmotivation setzt.

Gegner Dutenhofen-Münchholzhausen II dürfte den Northeimern aber viel abverlangen. Mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis ist die U23 des Bundesligist HSG Wetzlar aktuell Siebter, hat aber zuletzt das Heimspiel gegen Elbflorenz und zuvor auswärts bei der SG Nußloch verloren.

Trainer Kai Nober setzt auf sehr unterschiedliche Angriffs- und Abwehrtaktiken: „Die Mannschaft ist eine Ausbildungsmannschaft, da wird viel probiert und auch mal mit dem siebten Feldspieler gezaubert“, hat Barnkothe im Videostudium analysiert. Zudem haben viele Spieler bereits beim Mutterverein Bundesligaluft geschnuppert. Zum Beispiel Spielmacher Ian Weber, der im Frühjahr gegen die Rhein-Neckar-Löwen sein Erstliga-Debüt feierte.

Entwarnung gibt es bei den Südniedersachsen in Sachen Tim Gerstmann. Nach einer rüden Attacke weit entfernt vom Ball fehlte der Spielmacher seinem Team in der zweiten Halbzeit in Großwallstadt, wird aber am Sonntag wieder auflaufen können.  zaj

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