Vorstellung beim Kreisfußballtag

Fußballkreis Northeim-Einbeck führt Schiedsrichter-Respektkarte ein

Die Respektkarte und ihr Urheber: Kreisvorsitzender Bernd Anders wird die neue Karte am Sonntag in Lauenberg beim Fußballtag vorstellen. Foto: Kielhorn/nh

Northeim. Wer Fußball spielt, kennt sich mit gelben und roten Karten längst aus. Doch im Fußballkreis Northeim-Einbeck wird die bisherige Palette mit Beginn der Saison 2015/2016 erweitert.

Neben Gelb und Rot spielt dann auch Grün eine wichtige Rolle: Die Schiedsrichter-Respektkarte wird eingeführt!

Urheber der Idee ist Kreisvorsitzender Bernd Anders, der davon gehört hatte, dass es etwas ähnliches in der Schweiz gibt. In Niedersachsen ist Northeim-Einbeck nun Vorreiter. Der Hintergrund der Karte: Trainer, Betreuer und Spieler sollen zu mehr Achtung gegenüber den Schiedsrichtern angehalten werden. „Fairness und Respekt im Umgang miteinander müssen mehr in den Fokus gerückt werden“, sagt Anders.

Ganz in Grün: Vorder- und Rückseite der neuen Respektkarte. Foto: privat/nh

Und so soll es laufen: Die Schiris können vor den Spielen entscheiden, ob sie den grünen Karton an Trainer und/oder Betreuer verteilen. Mutmaßlich werden sie dies bei Mannschaften machen, mit denen sie bereits (schlechte) Erfahrungen gemacht haben. Wird die Karte übergeben, sind Trainer oder Betreuer verpflichtet, ihren Spielern vor der Partie die vier darauf notierten Grundsätze (siehe Bild links) vorzulesen und zu erläutern. Kommen sie dem nicht nach, notiert der Schiri das im Spielbericht. „Wir verankern das in der Ausschreibung. Wer sich nicht daran hält, kann bestraft werden“, sagt Anders.

Er hat seine Idee im Kreise der Schiedsrichter, beim Kreisjugendtag und auch überregional beim niedersächsischen Fußballverband vorgestellt. „Viele halten die Respektkarte für eine sehr gute Sache. Einige unserer Schiedsrichter sind aber auch skeptisch - und ich kann das verstehen. Ich weiß auch nicht, ob das alles den gewünschten Erfolg haben wird. Ich weiß aber, dass es im Umgang zwischen Schiris und Spielern nicht so weitergehen kann wie bisher. Und wenn wir es nichts versuchen, ändert sich auch nichts.“ (mwa)

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