Handball DHB-Pokalturnier mit THW Kiel

NHC-Chef Freter: Alle sind bei den Vorbereitungen dabei

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Toller Ringelreihen: Der Northeimer HC feiert in der 3. Liga einen überraschenden 29:22-Erfolg über den damals bereits als Meister feststehenden TV Großwallstadt. Auf ein ähnliches Erfolgserlebnis hofft man nun auch in der ersten DHB-Pokalrunde.  

Northeim. Das DHB-Pokalturnier am 18. und 19. August in der Göttinger Sparkassen-Arena ist nicht nur Höhepunkt der Saisonvorbereitung des Northeimer Drittligisten, sondern auch ein einzigartiger Leckerbissen für alle Handball-Fans in Südniedersachsen.

Mit dem THW Kiel, TUSEM Essen und TSV Bayer Dormagen laufen mit dem NHC drei große Namen des deutschen Handballs auf, die spannenden Handballsport versprechen. Grund genug, mit dem Vorsitzenden des NHC, Knut Freter, über die Dimensionen eines solchen Turniers zu sprechen.

Wie kommt es, dass der NHC jetzt im DHB-Pokal spielt?

Knut Freter: Die Teilnahme an der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals ist das Ergebnis unserer Saison 2017/2018 in der dritten Bundesliga Ost, die die Mannschaft als Tabellen-Siebter abgeschlossen hat. Damit waren wir sportlich für den DHB-Pokal aber noch nicht qualifiziert. Erst weil besser platzierte Teams vor uns verzichtet haben, sind wir aufgerückt und haben die Chance ergriffen, für die Region ein großes Handball-Event auszurichten. Natürlich birgt ein so großes Turnier auch gewisse finanzielle Risiken. Doch mit dem vielfachen deutschen Meister THW Kiel und den beiden Zweitligisten Essen und Dormagen (Aufsteiger der dritten Liga West) wurden wir in eine Top-Gruppe gelost, die drei spannende Spiele in der Sparkassen-Arena verspricht.

Sparkassen-Arena Göttingen? Der NHC ist doch in der Schuhwallhalle zu Hause.

Freter: Ja, das ist richtig, wir verwandeln die alt-ehrwürdige Halle oft in die berüchtigte Schuhwall-Hölle. Aber der DHB verlangt für die Ausrichtung eines Pokalturniers mindestens 1000 Zuschauer, und da stoßen wir mit der Schuhwallhalle an Grenzen. Zudem wirkt das Turnier ja überregional und ist auch für Zuschauer aus Baunatal, Hann-Münden, dem Harz und bis nach Hildesheim interessant. Da ist eine große, zentral gelegene Halle mit perfekter Anbindung an die Autobahn einfach besser geeignet.

Wie läuft die Organisation eines solchen Turniers?

Freter: Wir übernehmen die Göttinger Sparkassen-Arena quasi nackt. Wir müssen also alles in der Halle selber organisieren: Catering, Security und Ordner, aber auch die Anbringung der Werbeflächen unserer Partner usw. Etwa 70 Helfer aus dem Verein werden am Pokal-Wochenende in der Halle aktiv sein, von der Betreuung der Schiedsrichter und der Gästemannschaften bis zur Reinigung der Halle, denn am Montag nach dem Turnier wird die Halle ja wieder von Schulen und Vereinen genutzt.

Grundsätzlich haben wir die Organisation beim Spiel gegen den TV Großwallstadt schon einmal durchgespielt. Wir können uns dabei auf unsere routinierte Crew verlassen, die auch in der Schuhwallhalle bei jedem Heimspielwochenende tätig ist. Bis auf die erste Herrenmannschaft sind auch alle Aktiven eingebunden, sei es als Ordner, Mannschaftsbetreuer oder im Catering bis zu den kleinen E- und D-Jugendlichen, die die Teams als Einlauf-Kids begleiten. Es ist ein Ereignis, in dem der ganze Verein eingebunden ist: Ehemalige Aktive, die nun Kasse betreuen, an den Getränke- und Essensausgaben stehen, als Ordner in der Halle tätig sind oder Mannschaften und Schiedsrichter betreuen. Dazu kommen viele Spieler und Spielerinnen aus den Damen- und Herrenmannschaften, die an diesem Wochenende oft mitsamt der ganzen Familie mithelfen. Nur mit diesem engagierten Team schaffen wir es, für mehr als 2000 Zuschauer und die Region ein solch außergewöhnliches Turnier zu stemmen.

Wie finanziert sich so ein großes Sportereignis?

Freter: Nun, beim Pokal werden die Eintrittspreise zu gleichen Teilen an die Mannschaften verteilt, denn jeder Verein trägt seine Unkosten wie zum Beispiel die Übernachtung selbst. Die Anfahrt wird anteilig umgelegt. Erst mit dem Catering durch unsere freiwilligen Helfer aus dem Verein und mit unseren Sponsoren wird ein solches Turnier möglich. (zaj)

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