Handball-Oberliga Frauen

NHC gegen Plesse-Frauen: Spannung vor dem Derby

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Zwei Siege im Derby: So wie hier in der Partie im März dieses Jahres waren die Northeimerinnen um Aline Barnkothe (am Ball, gegen Maike Rombach) hellwach im Duell gegen den Nachbarn. Am Sonntag erwartet der NHC die HSG Plesse-Hardenberg zum ersten Derby der neuen Oberliga-Saison. 

Northeim – Vor dem Oberliga-Derby der Frauen zwischen dem Northeimer HC und der HSG Plesse-Hardenberg am Sonntag ließ sich keiner der beiden Trainer zu den bekannten Plattitüden hinreißen. Stattdessen vorsichtiges Abwarten: „Die Tagesform entscheidet“, so beide Trainer. Anpfiff zum Südniedersachsen-Schlager in der Northeimer Schuhwallhalle ist um 14 Uhr.

Nach zwei Spieltagen steht der NHC nur dank des besseren Torverhältnisses vor der HSG Plesse-Hardenberg. Während die HSG sich vergangenes Wochenende für die hohe Auftaktniederlage in Heidmark mit einem kämpferisch starken Auftritt gegen die HSG Göttingen revanchierte, unterlag Northeim auswärts gegen einen guten, aber nicht übermächtigen Hannover-Badenstedt II.

„Da hätten wir gut gewinnen können“, meinte NHC-Routinierin Tanja Weitemeier noch leicht angefressen am Tag nach dem Spiel. Mit etwas mehr Glück im Abschluss gegen die Hannoveraner Torfrau wären zwei Punkte drin gewesen. Aber das sonst auf das schnelle Spiel der Außenspielerinnen Sina und Marie Barnkothe ausgerichtete Spiel des NHC wurde von Hannover von Anfang an unterbunden – nur zwei, dafür aber wichtige Tore von Marie Barnkothe zeigen, dass sich Hannover gut auf die Schwarz-Gelben eingestellt hatte.

Anders hingegen bei der HSG Plesse, die sich im Derby gegen die HSG Göttingen von der Pleite gegen Tabellenführer Heidmark gut erholt zeigte. Göttingen, vergangenes Jahr als Tabellenfünfter beste südniedersächsische Mannschaft, überrollte Plesse anfangs geradezu. Yunus Emre Boyraz war froh, das Spiel am Ende noch gedreht zu haben. „Bis zum 1:7 waren wir schlecht, doch Torfrau Carolin Menn hielt uns im Spiel“.

Wendepunkt war das 20:19 von Julia Herale, mit der Plesse erstmals in Führung ging. „Wir haben dann weniger Fehler gemacht, das hat das Spiel für uns gerettet“, kommentierte Boyraz die Partie. Für das Derby ist er vorsichtig: „Zwar haben aktuell keine Verletzten, aber Nadine Merz ist im Urlaub, dazu fehlt seit Saisonbeginn Anneke Schütze.

Entscheidend wird sein, wer weniger Fehler macht und schneller ins Spiel kommt“ – die einzigen Standardsätze vor dem Schlager. Froh ist Boyraz zudem über die Ex-Northeimerin Anna-Maria Bünker. „Sie gibt Maike Rombach die notwendigen Pausen und war gegen Göttingen aus dem Rückraum mit drei Toren erfolgreich“. Rombach war zu Saisonbeginn zum Ligakonkurrenten gewechselt.

In der vergangenen Saison war der NHC beim Derby jeweils auf den Punkt fit – alle Punkte gingen klar an die Schwarz-Gelben. Auch jetzt kann Trainer Carsten Barnkothe mit Ausnahme von Abwehr-Chefin Alina Lucenko auf seine komplette Mannschaft zurückgreifen. Auf dem Papier verfügt der NHC mit Nieke Kühn, Aline Barnkothe und Tanja Weitemeier über den stärkeren Rückraum. Doch entscheidend wird sein, wie schnell der NHC zum gewohnt schnellen Gegenstoßspiel kommt.

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