22:33 beim Ex-Erstligisten

Northeimer HC mit hoher Pleite in Großwallstadt

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Nur eine Halbzeit gut: Efthymios Iliopoulos kassierte mit seinem Northeimer HC in Großwallstadt eine deutliche 22:33-Niederlage.

Großwallstadt – Ernüchterung beim Handball-Drittligisten Northeimer HC.

Bei der deftigen 22:33-Niederlage beim Bundesliga-Urgestein TV Großwallstadt war der NHC zur Pause beim 14:15 noch dran am Zweitligaabsteiger. Doch nach einem überharten Foul am bis dahin überragenden Tim Gerstmann verlor der NHC zuerst den wichtigen Aufbauspieler mit einer Augenverletzung und dann den Zugriff auf das Spiel. Dazu kamen einige diskussionswürdige Entscheidungen der Unparteiischen gegen die Northeimer Rückraumspieler.

Dabei startete der NHC gegen die Mainfranken hoch konzentriert. Ein gut aufgelegter Fabian Ullrich und eine aufmerksame Deckung ließen Großwallstadts Torjäger Michael Spatz wenig Raum zur Entfaltung. Eine Drei-Tore-Führung der Großwallstädter ab der achten Minute (4:7) egalisierte Efthymios Iliopoulos beim 9:9 in der 19. Minute. „Das Team spielte die Angriffe konsequent aus“, lobte Northeims Trainer Barnkothe seine Spieler. „Die Führung war drin, wir waren klar am Gegner dran“. Mit einer klugen Auszeit von Barnkothe kurz vor dem Halbzeitpfiff und zwei Toren von Gerstmann und Christian Stöpler blieb der NHC mit 14:15 zur Halbzeit am Favoriten dran.

Der TVG kam wie verwandelt aus der Pause und überrollte den NHC förmlich mit einer Vier-Tore-Serie. „Der Knackpunkt war die Verletzung von Tim Gerstmann. Unverständlich, warum die Unparteiischen keine Rote Karte gegeben haben“, zürnte Barnkothe noch lange nach dem Spiel.

Ohne den Spielmacher häuften sich beim NHC die Fehler. „Ordnung und Disziplin in der Abwehr fehlten. Vorn wurden die Angriffe zu früh abgeschlossen, es fehlte die Geduld, gegen den TVG-Keeper mal abzuwarten“, zeigte sich Barnkothe von der Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit enttäuscht.

Dazu blieben die Pfiffe der Unparteiischen bei Fouls gegen den Northeimer Rückraum häufig aus: „Der TVG konnte machen, was er wollte, es wurde nichts abgepfiffen“, ärgert sich Barnkothe darüber, dass Iliopoulos und Wodarz weit unter ihrem Niveau blieben. Einzig Jakob Nowak war mit vier Toren erfolgreich und zeigte, dass er für die Schwarz-Gelben eine Verstärkung ist.

Durch die Niederlage bleibt der NHC auf Platz 13. Am kommenden Wochenende muss im Heimspiel gegen den Nachwuchs der HSG Wetzlar, die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II, dringend ein Sieg her.  zaj

NHC: Ullrich, Gobrecht, Wenderoth – Schlüter, Iliopoulos 2, Lange 3/1, Seekamp 2, Springer 2, Hempel, Wilken 1, Gerstmann 2, Nowak 4, Stöpler 2, Wodarz 2.

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