Fußball-Oberliga

Northeims Trainer Ringling: „Maximal schlecht für Vorbereitung“

Zwangspause: Rassige Duelle wie hier im Test zwischen Northeim und Nordhausen mit Eintrachts Marc Jannick Grunert (roter Dress) gibt’s vorerst nicht.
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Zwangspause: Rassige Duelle wie hier im Test zwischen Northeim und Nordhausen mit Eintrachts Marc Jannick Grunert (roter Dress) gibt’s vorerst nicht.

„Das ist maximal schlecht in unserer Vorbereitung“, sagt Jan Ringling. Was der Trainer vom Fußball-Oberligisten FC Eintracht Northeim damit meint, ist der Coronafall innerhalb der ersten und zweiten Mannschaft des Klubs.

Northeim – Er führte dazu, dass das erste Pflichtspiel am Sonntag im NFV-Pokal gegen den MTV Gifhorn abgesagt wurde und auch das erste Punktspiel am 14. August gegen Arminia Hannover vom Terminplan gestrichen wurde.

Die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft sind für 14 Tage in Quarantäne geschickt worden, können sich nur zuhause den Umständen entsprechend fit halten. Da ist nun Athletikcoach Alex Polle gefragt, den Akteuren ein entsprechendes Programm an die Hand zu geben.

Die Quarantäne geht bis zum Dienstag, den 17. August. Nur einen Tag darauf ist in der ersten „englischen Woche“ Eintrachts Heimspiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen terminiert. Sehr unglücklich für die Northeimer, aus der Quarantäne kommend gegen einen der Favoriten der Oberliga-Staffel Hannover/Braunschweig antreten zu müssen.

Wie kam zu dem ganzen Wirbel? Nach der Rückkehr aus einem Kroatien-Urlaub trainierten die „Erste“ und die U23 von Eintracht am vergangenen Dienstag zusammen. Ein Spieler fühlte sich danach schlecht, das übliche Corona-Procedere mit PCR-Test usw. folgte. Der Impf-Status einzelner Spieler sei dabei unterschiedlich, sagte Teammanager Hartmut Denecke. Einmal geimpft, zweimal geimpft, zweimal geimpft, aber noch nicht mit abgelaufener zweiwöchiger Wartefrist – all das macht die Aufarbeitung der Geschehnisse nicht gerade einfacher.

Zumal hinzukommt, dass für den betroffenen Spieler das Gesundheitsamt Goslar zuständig ist. Für andere Eintrachtler dagegen die Gesundheitsämter in Göttingen, Hildesheim und Osterode. Denecke muss nun den „Papierkram“ in Form der Bescheide der Ämter erledigen.

Auch nicht einfacher macht die Situation, dass an diesem Wochenende auch noch mehrere weitere Spieler aus einem Kroatien-Urlaub zurückerwartet werden.

„Wir sind jetzt jedenfalls vorsichtig“, sagt Eintracht-Trainer Ringling. „Wir treffen alle Maßnahmen, um Weiteres zu verhindern. Die weitere Vorbereitung wird jetzt natürlich kunterbunt. Für uns ist das alles ein Rückschritt, aber wir werden versuchen, die Jungs bestmöglichst zu betreuen.“

Viel Verständnis erntete Eintracht von den vorgesehenen Gegnern. „Die haben alle angenehm reagiert und waren hilfsbereit. Der Kontakt zu den Klubs war gut“, berichtet Denecke. Auch mit NFV-Spielleiter Jürgen Stebani gab es keine Probleme. „Ihr könnt ja nichts dafür“, sei seine Reaktion gewesen, berichtet der Eintracht-Teammanager.

Auch die Gifhorner zeigten Mitgefühl. Obwohl sie nun an einem Mittwoch nach Northeim kommen müssen: Die Partie gegen den MTV soll nämlich am 25. August nachgeholt werden. Ebenso zeigte Klubchef Frank Willig von Arminia Hannover Verständnis – bei seinem Team gab es unlängst auch einen Coronafall.

Welche Auswirkungen so eine Absage nebenbei hat, verdeutlicht Hartmut Denecke nochmals: „Unser Bierlieferant kann seine Fässer vorerst behalten und statt 400 Bratwürsten haben wir nur 200 geordert.“

Jugendspiele

Bei Eintracht ist derzeit der BFC Dynamo Berlin mit drei Jugendteams zu Gast. Heute gibt’s Duelle mit den Nachwuchsmannschaften der Hauptstädter: Um 14 Uhr spielt Eintrachts U15 und U19 gegen Dynamo auf dem Rasenplatz und auf dem Kunstrasen, um 16 Uhr tritt die U17 gegen die Berliner an.

Eintracht vermietet ihre Plätze zu Trainingszwecken an Gastteams, wird demnächst auch Hessen Kassels Nachwuchs und Teams aus Hemmingen-Westerfeld (bei Hannover) zu Gast haben. Zudem profitiert auch die Northeimer Jugendherberge von Belegungen in der eher buchungsarmen Zeit. Eine „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten!  (Helmut Anschütz)

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